html Die Traumfänger: 2009
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Frühjahrstour 2009

Dies ist das Tourtagebuch von Daniel in dem er seine Erlebnisse und Eindrücke der Fishtour im Frühjahr 2009 festgehalten hat.

Viel Spaß damit!

Daniel

P.S.: Mit Klick auf den Namen der Location landet ihr direkt im entsprechenden Flashback-Thread im Forum.

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Bruchsal - Fabrik

22.02.2009

Tag 12

Frühstückseier mal anders

Heute gibt es bis 10:30h Frühstück, was bedeutet, dass wir einigermaßen ausschlafen können. Am Buffet dann eine kleine Überraschung: In Luxembourg gibt's die Eier wohl nur roh, gekocht werden müssen sie selber. Wasserkocher und Eieruhr stehen bereit. May startet denn Versuch - und scheitert daran, denn das Ei ist noch halb roh. Woran es lag wird wohl nie eindeutig geklärt werden können - Im Verdacht steht u.a. Volker, den Wecker bzw. die Zeitschaltung manipuliert zu haben. Alternativ könnte auch May einen Bedienungsfehler gemacht haben, oder den Wecker überhört haben. Fakt ist jedenfalls: Eier zum Frühstück fallen heute aus.

Auch ansonsten beginnt der Tag vor allem für May nicht so positiv, denn mittlerweile geht es ihr richtig mies. Also beschließen wir, nach einem Tankstop (0,94 Euro für den Liter Super, ein Traum), die nächste Apotheke hinter der Grenze aufzusuchen. Da Sonntag ist, hat diese erwartungsgemäß geschlossen, aber glücklicherweise erfahren wir, welche Notdienst hat, und suchen diese auf. Nachdem May mit Medikamenten versorgt ist, geht es vorerst weiter. Bei Pirmasens halten wir in einem McDonalds, doch die Pechsträhne von May ist noch nicht beendet, denn wie sich später herausstellt verliert sie dort ihr noch relativ neues Handy.

Anschließen setzt mich May noch in meinem Hotel bei Bruchsal ab, um sich dann mit einer Freundin zu treffen. Ich wiederum treffe mich noch mit Sonea, Volker, Jörg und Sebastian bei einem Mexikaner zu einem kleinen Umtrunk, der sich als ganz nett erweist. Dann treffen wir kurz vor Einlass in der Fabrik ein, wo das heutige Fish Konzert stattfinden soll.

Die Fabrik ist mir bisher nur als Club bekannt, wo ich bisher einmal mit Hagen abends weg war. Von daher habe ich den Laden zwar positiv in Erinnerung, aber nicht unbedingt als passende Fish Location eingestuft. Doch glücklicherweise irre ich mich, denn der Laden hat auch für Fish eine sehr passende Atmosphäre. Der Laden ist voll, aber nicht übervoll, gerade so, wie es sein muss. Das Publikum ist viel lockerer drauf und viel aktiver als am Vortag in Luxembourg, und man merkt daß auch die Band darüber erleichtert ist.

Nach dem Konzert bleiben wir noch etwas, allerdings diesmal nicht zu lange. Bei May haben die Medikamente leider keine große Wirkung gezeigt, und so ist sie leider nicht mehr in der Verfassung nach Hause zu fahren. Aber ich gebe ihr gerne bei mir im Hotel Asyl, und wir machen uns langsam auf den Weg.

Hagen bietet sich freundlicherweise an, mich am nächsten Tag nach Hause zu fahren - dafür an dieser Stelle nochmal vielen Dank.

Und so geht ein weiterer Tour abschnitt zu Ende - obwohl nicht alles positiv verlaufen ist, freue ich mich auf den nächsten und auch letzten der Frühjahrstour.

Daniel

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Dudelange (Luxembourg) - Opderschmelz

21.02.2009

Tag 11

So sichert man sich einen Platz auf der DVD...

Der Tag beginnt ruhig mit einem gemütlichen Frühstück - gemeinsam mit May und Andrea wird die weitere Tagesplanung gemacht. Andrea muss zum Bahnhof in Kaiserslautern, und May möchte nach Aschaffenburg, um sich dort eine neue Brille zu kaufen. Mit etwas Überredungskunst gelingt es mir, May zu überzeugen, den Brillenkauf zu verschieben, und mit nach Luxembourg zu fahren. Schließlich willigt sie ein, was mich auch sehr freut, da damit nicht nur meine Fahrt nach Luxembourg gesichert ist (mein Auto steht immer noch defekt in Wiesbaden) sondern ich auch eine nette Begleitung habe. Also auch an dieser Stelle nochmal einen großen Dank an May.

Die Fahrt nach Luxembourg verläuft relativ schnell und problemlos, und wir checken dann in unserem Hotel ein. Zum Glück sind noch genug Zimmer frei, und ich kann mein gebuchtes Einzelzimmer in ein Doppelzimmer umbuchen - so muss dann doch keiner von uns auf dem Boden schlafen. Kurze Zeit später treffen auch Volker, Jörg und Sebastian ein, und zu fünft machen wir uns in der Altstadt von Dudelange auf die Suche nach etwas essbarem. In dem ersten Laden den wir aufsuchen, gibt es nur Getränke. Also verlassen wir diesen nach kurzer Zeit wieder. Die nächsten Läden sprengen unsere Preisvorstellungen, das Preisniveau ist wohl allgemein deutlich höher als in Deutschland. Schließlich finden wir einen kleinen Imbiss, in dem die Preise einigermaßen moderat sind - über die Qualität des Essens will ich mich jetzt aber lieber nichts auslassen.

Nach dem Essen suchen wir ein kleines Cafe auf - während die drei anderen Jungs den Nachmittag dort verbringen wollen, suchen May und ich wieder unser Hotelzimmer auf, da wir beide doch noch leicht angeschlagen sind. Wieder im Hotel zurück, stellen wir fest, dass wir dort wohl prominente Mitbewohner haben, die gerade dabei sind, die Autos von May und Volker (beide mit Fish- bzw. Subway Aufkleber) zu filmen. Ob sich somit das May-Mobil einen Platz auf der DVD gesichert hat?

Wir gönnen uns noch etwas Ruhe bzw. Schlaf, um uns dann pünktlich auf den Weg in das nur ca. 200 Meter entfernte Opderschmelz zu machen. Wir staunen nicht schlecht als wir ankommen, denn es handelt sich um einen großen nagelneuen Betonbau, sehr untypisch für eine Fish Location. Also wirkt noch neu, modern und vornehm. Neben einem Konzertsaal, sind dort wohl auch noch einige Kinosäle und Ausstellungsräume untergebracht. Obwohl es bereits eine halbe Stunde vor Einlass ist, ist noch kein anderer Konzertbesucher anwesend. Bis zum Einlass treffen dann doch noch einige ein, darunter auch einige Traumfänger, der Besucherandrang ist aber eher gering.

Positiv überrascht bin ich dann als ich den Raum betrete, ebenfalls sehr geräumig, modern, aber trotzdem irgendwie gemütlich. Letztendlich sind ca. 100 Menschen anwesend. Der Raum ist wie bereits in Neustadt / Orla mit Tischen und Stühlen bestückt, so dass es nachher trotz der wenigen Menschen einigermaßen voll wirkt.

Das Publikum ist auch viel ruhiger und zurückhaltender als die Tage zuvor. Das hat zwar dann Vorteil, dass es kaum Hintergrundgeräusche und nervige Zwischenrufe gibt (sehr angenehm), allerdings ist auch die Bereitschaft mitzumachen relativ gering, was wiederum irgendwie schade ist. Trotzdem wird es ein schönes, ruhiges und besinnliches Konzert. Die Laune der Band ist ziemlich gut, und sie sind offensichtlich mit ihrem ersten Konzert in Luxembourg mehr als zufrieden.

Gegen Ende des Konzerts dann noch ein kleiner "Zwischenfall", den ihr vermutlich auf der DVD anschauen könnt: Eric gibt mir das Fish Tamburin (Erklärung: Ein Tamburin in der Form eines Fisches, war ein Geschenk eines Fans an die Band, ist sehr schön und liebevoll gemacht), und bittet mich im Rhythmus mitzuklatschen.  Leider gelingt mir dies nicht ganz, da das Publikum wie bereits geschrieben sehr träge ist. Rainer macht dann noch entsprechende Kommentare, was mich wiederum zum Lachen veranlasst, und meine Konzentration auf den richtigen Rhythmus noch weiter erschwert. May versucht mir zur Seite zu stehen, doch einerseits wird sie von mir, und andererseits von der lachenden Band auf der Bühne abgelenkt. Das Ganze ist jetzt schwer zu beschreiben, aber am letztendlich war es sehr amüsant für beide Seiten - und wird evtl. auf DVD zu sehen sein, wir mir schon angedeutet wurde.

Nach dem Konzert gehen wir zurück in unser Hotel, wo wir auch gleich versuchen zu schlafen. Leider gelingt dies nicht so ganz, ich habe immer noch Nackenschmerzen, May hat ebenfalls Rückenschmerzen, dazu kommt, dass die Zimmer sehr hellhörig sind, und immer wieder Personen in ziemlicher Lautstärke durch den Flur oder ihre Zimmer poltern.

Fazit: Ein schöner Tag und ein tolles Konzert, lief alles gleich viel besser als gestern, wobei das ja auch nicht schwer war.

Daniel

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Kaiserslautern - Kammgarn
20.02.2009
Tag 10

Pleiten, Pech und Unfall

Vorwort: Aufgrund unvorhergesehener Ereignisse machen May und ich zusammen jetzt doch ne 3 Tagestour... deshalb gibt es das Tourtagebuch zumindest für den heutigen Tag aus zwei Perspektiven, die erste ist von mir, weiter unten findet ihr die von May.

Gegen 10h fahren wir im Hotel los, heute stehen mir 500 Kilometer Fahrt bevor. Wieder mit einem kleinen Umweg über Hagen, um Alena und Elfie abzusetzen. Die Fahrt bis Hagen läuft problemfrei, außer das es zwischenzeitlich sehr stark regnet. Ich setze die Fahrt fort, und lande dann in Olpe in einem Subway Restaurant, und genehmige mir ein leckeres Sandwich. Anschließen telefoniere ich kurz mit May, und wir verabreden uns gegen 17h an unserem Hotel in Kaiserslautern. Ich setze mich wieder ins Auto, um die restlichen 200 Kilometer nach Kaiserslautern hinter mich zu bringen. 

Etwa 120 Kilometer vor dem Ziel, vor dem Autobahnkreuz in Wiesbaden herrscht auf einmal stockender Verkehr. Das Fahrzeugt vor mir bremst ab, hält an, ich tue das gleiche. Auf einmal höre ich einen furchtbaren Knall und bekomme die Nackenstütze gegen den Kopf geschlagen. Nach den ersten Schockmomenten steige ich aus, um mir eine Übersicht zu verschaffen. Aufgefahren ist mir eine ältere Dame mit einem Golf 4, die wohl die Schilder studiert hat, welche Ausfahrt sie nehmen muss, und daher kurz abgelenkt war. Glücklicherweise ist niemand ernsthaft verletzt, der Schaden an den Autos aber doch beträchtlich. Aus ihrem Fahrzeug läuft Bremsflüssigkeit, und der Motor dampft, bei mir ist das komplette Heck (Stoßstange, Auspuff, Kofferraum) etc. kaputt, dazu kommt, dass auch mein Wagen nicht mehr anspringt.

Während der Wartezeit auf die Polizei (die im Übrigen geschlagene 20 Minuten brauchen) telefoniere ich kurz mit May, die sich noch einige Kilometer hinter mir befindet, und sich sofort bereit erklärt vorbeizukommen. Die Polizei trifft ein, protokolliert das ganze, und bestätigt mir nochmals, dass ich an dem Unfall keinerlei Schuld habe (Was mir in dem Moment allerdings auch nicht weiterhilft). Wenige Minuten später trifft ein Abschleppwagen ein, der mein Auto in ein nahegelegenes Autohaus in Wiesbaden bringt.
Dort teilt man mir mit, dass mit der Reparatur frühestens kommenden Mittwoch beginnen wird, da Montag und Dienstag wegen Karneval geschlossen ist. Mir würde allerdings ein Leihwagen zustehen, allerdings müsste man auch den erst noch organisieren, da in dem Autohaus selbst keine zur Verfügung stehen. Ich habe allerdings in dem Moment keine Lust darauf, am heutigen Tag nochmal 100 Kilometer Auto zu fahren, und dazu noch ein fremdes, da ich immer noch völlig durcheinander bin.

Wenig später trifft dann auch May ein, und erklärt sich bereit mich nach Kaiserslautern mitzunehmen. Ich bin ihr dafür wirklich überaus dankbar, und rechne es ihr hoch an dass sie extra einen Umweg für mich gefahren ist, und in Kauf genommen hat das Konzert zu verpassen, da zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht fest stand, wie lange die ganzen Formalitäten noch dauern.

Wir fahren anschließend direkt los, und kommen auch noch pünktlich (kurz vor Beginn) im Kammgarn an. Dank Sunny und Nachteule haben wir auch noch einen Platz ganz vorne bekommen. Leider bekomme ich trotzdem von dem Konzert nicht so viel mit, da ich einfach total fertig bin, und zeitweise noch ziemliche Nacken- und Kopfschmerzen hatte. Nach ca. der Hälfte der ersten Halbzeit ist mir auch noch etwas elend, und ich gehe raus an die frische Luft. Esther und May sind mir gefolgt, was zwar in dem Moment nicht unbedingt nötig ist, trotzdem finde ich es super lieb von den beiden, und es ist schön zu wissen, dass jemand da ist.

Zur zweiten Hälfte ging es dann wieder etwas besser, aber wirklich viel bekomme ich (bis auf ein paar Störenfriede) leider nicht mit.

Nach dem Konzert machen wir uns auf den Weg in unser Hotel, wo uns das nächste Problem erwartet: Die Eingangstüre ist verschlossen, und unser Zimmerschlüssel passt nicht. Nach ca. 15 Minuten rumirren über das Gelände und um das Haus herum, und mehrfaches betätigen der Nachtglocke, werden wir dann doch auf die richtige Tür hingewiesen, die sich am anderen Ende des Hauses befindet... So geht dann auch der für mich bisher mieseste Tag der Fish Tour zu Ende. Es kann morgen nur besser werden!

Daniel

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Der Tag fing ja schon super an... Nach einer durchzechten Nacht viel zu spät aus dem Bett rollen, um sich in die Schule zu quälen, die aber Dank der Gnade der Lehrer sehr sehr locker ablief. Aber Moment! Wo ist denn meine Brille? Ohje, gestern verloren. Also ohne Brille los. Lesen muss ich eh nicht viel. Aber nach der Schule dann das Problem: wie Autofahren? Ab zum Optiker, der mir freundlicherweise versichert, dass ich ja nicht hilflos sei ohne Brille... na vielen Dank auch!

Noch eine Nachwirkung von gestern: Schlafmangel, ein nervöser Magen und leichte Anzeichen von Kopfweh. Damit nach Kaiserslautern und nachts zurück? No Way... Also denjenigen anrufen, der bestimmt ein gutes Hotel in der Nähe hat: Daniel. Gesagt getan, und gleich noch Nachteule eingeplant.

Nach kurzem Packen sattel ich die Pferde und fahre los. Aber schon nach wenigen Kilometern klingelt mein Handy: Daniel ist dran. Und zwar gar nichts Gutes... Daniel hatte einen Unfall, bei mir schrillen die Alarmglocken. Auto kaputt? Ist ihm was passiert? Ich biete natürlich gleich an ihm zur Seite zu stehen und ihn einzupacken, falls das Auto nicht mehr will. Dementsprechend ändere ich meine Route und fahre über Wiesbaden. Ich hoffe, ihn noch zu erwischen, bevor das Auto abgeschleppt wird, wird aber nichts, schließlich stehe ich im zähfließenden Verkehr hinter ihm und höre "seine" Verkehrsmeldung im Radio. Ich muss also zur Werkstatt, zu der er gebracht wurde. Ohne Navi, dafür mit Hilfe eines netten Tankstellenverkäufers, finde ich irgendwann den Weg. Es wird schon dunkel... nicht sehr gut für Blindfish-May. Nachts, dazu noch bei Regen, wird das Sehvermögen nicht besser. Nach den letzten Formalitäten können wir eine halbe Stunde vor Einlass los fahren. Die Fahrt wird anstrengend. Sowohl für mich, da ich mich stark konzentrieren muss, als auch für Daniel, der doch unter ein paar Nachwirkungen, nicht zuletzt Schock, steht. Schnell noch durch Nebelbänke und kurvigen Straßen zum Hotel und den Schlüssel holen - wo sie uns doch die Sauna andrehen wollte. Um keine Zeit zu verlieren, fahren wir direkt wieder los und sind 10 Minuten vor offiziellen Beginn da.

Ich bin fertig, von den letzten Tagen als auch von der Fahrt. Sunny und Nachteule haben uns Plätze frei gehalten und Hagen und Nicole geben mir Nackenstütze. So verbringe ich das Konzert im liegen, ähnlich wie Daniel. Zeitweise bin ich kurz davor weg zu pennen, zumindest in der ersten Hälfte. Daniel muss zwischendrin raus und er sieht nicht gut aus, also gehe ich lieber hinterher und schaue nach ihm. Aber da das Fachpersonal in Form von Esther zur Stelle ist, muss ich mir ja keine Sorgen machen. Die zweite Hälfte wird nicht mehr ganz so entspannt für mich, da ich immer Angst habe, dass von links einer der drei angeheierten Fans über mich fällt.

Nach dem Konzert bin ich zwar immer noch platt, aber das genießen und wegträumen hat sehr geholfen. Immerhin fühle ich mich nicht mehr wie ein nervliches Wrack. Die Heimfahrt ist auch besser. Kaum noch Nebel und weniger Regen... oder vielleicht kommt es mir nur so vor. Aber beim Hotel dann die nächste Katastrophe. Wo geht's hier bitte rein? Die Vordertür lässt sich nicht aufschließen, die Seitentüren sind verriegelt und die Hintertür hat schon gar kein Schloss. Der Verzweiflung nahe, klingeln wir sturm und schließlich meldet sich eine leicht genervte Stimme, die uns erklärt, dass auf der andern Seite, unentdeckt von uns, ein Nachteingang sei. Schön, dass man uns das auch gesagt hat! Rein da, auf die Zimmer und endlich schlafen!

May

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Hannover - Musikzentrum
19.02.2009
Tag 9

Und mal wieder Stau...

Wie bereits in meinem gestrigen Eintrag erwähnt, war mein Hotel nicht gerade ein Glücksgriff. Das trifft nicht nur auf mein Zimmer, sondern auch auf das Frühstück zu. Nach dem Frühstück mache ich mich dann auch gleich auf den Weg Richtung Hannover, allerdings mit einem Abstecher über das Ruhrgebiet, bzw. um es genau zu sein Hagen, wo ich Alena und ihre Mutter Elfie abhole. Die Fahrt nach Hannover verläuft anfangs problemlos, allerdings geraten wir ca. 25km vor dem Ziel in einen Stau, bei dem wirklich gar nichts mehr voran geht. Nach einigen Minuten im Auto steigen wir aus, und entdecken dass sich die Unfallstelle maximal 300 Meter vor uns befindet. Es scheint sich um etwas Größeres zu handeln, denn es bahnen sich noch mehrere Einsatzfahrzeuge durch die wartenden Autos, am Ende landet sogar ein Rettungshubschrauber. Nach ca. einer halben Stunde wird eine Fahrspur wieder freigegeben, und wir legen die restlichen Kilometer zum Hotel problemlos zurück.
Dort angekommen, beschließen wir uns erst ein Restaurant zu suchen, und werden dabei auch sehr schnell fündig. Wir landen in einem griechischen Restaurant, wo wir nicht nur sehr freundlich bedient werden, sondern auch das Essen super lecker ist, und das zu relativ zivilen Preisen. Ein echter Geheimtipp.

Anschließend machen wir uns auf den Weg zum Musikzentrum, und sind relativ überrascht wie wenig Leute dort eine halbe Stunde vor Einlass nur anwesend sind. Vielleicht liegt es auch am Wetter, denn mittlerweile hat es ziemlich stark begonnen zu schneien. Daher stellen wir uns auch in den Vorraum, wo wir aber bald von den "freundlichen" Mitarbeitern des Musikzentrums wieder hinaus gebeten werden. Abgesehen davon verläuft aber der Einlass pünktlich und problemfrei, und auch der erste Eindruck von den wenigen Besuchern war ein Irrtum, das Musikzentrum füllt sich immer mehr, und ist zu Konzertbeginn übervoll. Wie auch an den Vortagen sind viele bekannte Gesichter unter den Anwesenden, unter anderem sind heute der Schulz, Fritzi und Tagträumer (Malte) im Publikum.
Die Band wirkt immer noch etwas angespannter als gewöhnlich (vermutlich wegen der Kameras), aber etwas lockerer als am  Vortag. Die Stimmung im Publikum ist ebenfalls gut, und so wird es ein schöner Abend. Besonders gefreut hat es mich, dass es zum ersten Mal auf dieser Tour "Durst" live zu hören gab.

Nach dem Konzert gab es heute glücklicherweise heute die Möglichkeit, noch etwas länger zu bleiben, so bleibt noch viel Zeit für Gespräche und Smalltalk. Anschließend fahren wir zurück ins Hotel, wo ich dann auch gleich zu Bett gehe, da ich ja morgen eine lange Fahrt vor mir habe.

Daniel

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Aschaffenburg - Colos-Saal
18.02.2009
Tag 8

Määäh!

Heute ist einer der Tage, wo es mir sehr schwer fällt einen Eintrag zu schreiben, da eigentlich kaum etwas Erwähnenswertes passiert ist. Ich mache mich zuhause gegen 14h auf den Weg nach Aschaffenburg, wo ich dann auch rechtzeitig eintreffe. Mit dem Hotel habe ich wohl diesmal den Zonk gezogen. 60 Euro pro Nacht sind nicht ganz billig, aber was dafür geboten wird, ist eher auf den Niveau einer Jugendherberge. Von den alten, nicht mehr ganz appetitlichen Teppichen mal zu schweigen. Aber gut, ich bin ja nicht hier um im Hotelzimmer zu bleiben, und so mache ich mich auf den Weg zu dem nur fünf Fußminuten entfernen Colos-Saal. Die Wartezeit auf den Einlass zieht sich heute etwas. Es sind wieder einige Bekannte Gesichter anwesend, aber nicht so viele wie das letzte Wochenende in Annaberg. Für etwas Unterhaltung sorgt eine junge Dame, die aus Korken und Zahnstochern grob geschätzt mindestens einhundert Schaafe herstellt - die dann später auch noch auf der Bühne verteilt werden. Die Urheberin ist der Band aber nicht unbekannt (O-Ton Eric: "Rainer, warum hast du Schaafe auf deinem Monitor? Ich glaube eine junge Dame aus Israel ist hier...").

Der Einlass beginnt, und das Colos-Saal füllt sich sehr schnell und sehr gut. Für mich etwas überraschend, denn erstens ist es ein Mittwoch, und zweitens ist das Colos-Saal eine der größeren Fish-Locations. Am Ende ist es dann proppenvoll, für meine Begriffe schon fast zu voll, es bleibt kaum noch Platz um sich zu bewegen.

Erwähnenswert: Heute wird das Konzert (zumindest die erste Hälfte) von einem Kamera Team mitgeschnitten. Entsprechend versuchen die Jungs natürlich eine perfekte Show hinzulegen, was ihnen zum Großteil auch gelingt. Dennoch kommt nicht die lockere Atmosphäre auf, die noch in Annaberg geherrscht hat - ich schiebe das jetzt einfach mal auf die Kameras, vermutlich ist es einfach nicht möglich absolut locker und ungezwungen zu bleiben, wenn einem ständig jemand mit der Kamera vor dem Gesicht rumwedelt.

Positiv hervorheben muß ich auch mal, daß die Jungs sich wirklich Mühe geben, für all die Leute die sich mehrere Konzerte ansehen (was außer mir ja noch auf einige anderen aus dem Forum zutrifft) etwas Abwechslung reinzubringen. So wurde heute, erstmalig auf dieser Tour, "Love is a Rose" gespielt. Ich denke wir alle wissen, dass ca. 98% der Bands auf einer Tour immer nur dasselbe, starre Programm runter spielen, was natürlich für die Musiker am einfachsten ist, da fällt er schon sehr positiv auf, daß sie Jungs doch immer bemüht sind, Abwechslung reinzubringen. Natürlich ist dies aus Aufwandsgründen nur in einem begrenzten Rahmen möglich, aber ich denke jeder hat dafür Verständnis.

Nach dem Konzertende leert sich der Saal überraschend schnell, binnen weniger Minuten ist bis auf eine Handvoll Leute die ganze Menge verschwunden. Ohne Übertreibung, aber ich habe noch nie erlebt dass sich ein Raum nach dem Konzert so schnell leert. Die Musiker scheinen heute auch nicht in Gesprächslaune zu sein, und verschwinden recht schnell. Ebenso können es wohl die Mitarbeiter vom Colos-Saal kaum erwarten, den Laden abzuschließen, also mache auch ich mich nach einigen Strengen Blicken eines Angestellten auf dem Weg in mein Hotel.

Daniel

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Annaberg-Buchholz - Alte Brauerei
15.02.2009
Tag 7

Hey, Kleine Schwester!

Ich wache um 9:15h auf - 15min bevor ich zum Frühstück verabredet bin. Also beginn der Tag etwas hektisch.  Nach einem gemütlichen Frühstück lege ich mich dann noch eine gute halbe Stunde aufs Ohr, und bereite mich dann gemeinsam mit Alena musikalisch auf den Abend vor. Oder um es anders auszudrücken: Wir schauen uns Fish Videos an.

Gegen 13h machen wir uns auf dem Weg zum Marktplatz, wo über den Winter eine Eislaufbahn aufgebaut wurde. Ich beschließe aus Rücksicht auf meine Knochen nur zuzusehen, Alena dagegen entscheidet sich nach anfänglichem zögern dazu, aufs Eis zu gehen. Wer diese Szenen bewundern will: Jan, Kameramann der Film-Tour war ebenfalls anwesend, und hat fleißig mit gefilmt. Vielleicht findet also die ein oder andere Szene den Weg auf die kommende DVD. 

Anschließend gehen wir weiter, kommen allerdings nur wenige Meter weit, bis wir in dem nächstgelegenen Eiscafe landen.  Dort verbringen wir dann auch eine unterhaltsame Zeit. Etwas später als geplant stoßen noch Anja, Romy und Lilly zu uns, die noch mit technischen Problemen mit ihrem Auto zu kämpfen hatten, die sich dann glücklicherweise wieder gelöst haben.  Etwas später ziehen wir wieder weiter in ein chinesisches Restaurant, in dem wir etwas essen. Von dort aus geht es dann mit kurzem Zwischenstopp in unserem Hotel direkt in die Brauerei. Natürlich sind wir wieder viel zu früh, aber wir verbringen die Wartezeit auf den Einlass wieder in dem gemütlichen Cafe der Brauerei.

Das heutige Konzert wird von der Atmosphäre her ganz anders als das gestrige, wesentlich ruhiger und nachdenklicher. Die Hauptursache liegt wohl darin, dass  am heutigen Abend wesentlicher weniger Besucher als am Vorabend anwesend sind. Besonders freut mich, dass Eric sein Versprechen "Kleine Schwester" zu spielen wirklich wahr gemacht hat. Ich muss es hier noch einmal betonen: Ein wirklich tolles Lied, eines der besten, wenn nicht sogar dass beste Lied von Eric, welches sich inhaltlich darum dreht, wie nahe der Tod und das Leben beieinander liegen.

Das heutige Konzert ist schon kurz vor Mitternacht zu Ende. Trotzdem bleiben wir natürlich noch einige Zeit in der alten Brauerei. Leider wird dank des Qualms die Luft innendrin für mich unerträglich, so dass ich dann beschließe in das Hotel zu gehen.  Während des Konzerts ist ziemlich stark Schnee gefallen, so dass alle Straßen zugeschneit sind. Ich bin froh, dass ich an diesem Abend kein Auto mehr fahren muss. Am Hotel angekommen, komme ich dann noch zu folgender Erkenntnis: Auch als Musiker kann benötigt man einen Schlüssel für die Haustür. Oder andersrum ausgedrückt: Nur mit dem Zimmerschlüssel allein kann man wenig anfangen, wenn der Haupteingang verschlossen ist. Da ich glücklicherweise über beide Schlüssel verfüge, kann ich noch eine gute Tat vollbringen, bevor ich in mein Bett falle. Die Nacht wird zwar etwas länger als die Letzte, aber auch nicht all zu lang. Um 10h bin ich mit Jess vor dem Hotel für die Rückfahrt verabredet.

Ich muss nochmal extra betonen, dass das Wochenende eins der tollsten seit langem war, neben der natürlich tollen Musik von Fish & Friends und der schönen Location in der alten Brauerei waren dafür hauptsächlich die netten Leute verantwortlich, die ich an diesem Wochenende teilweise wieder getroffen, und teilweise neu kennen gelernt habe. Also Danke an Anja, Romy, Lilly, Anna und Alena. Hoffentlich bis bald!

Daniel

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Annaberg-Buchholz - Alte Brauerei
14.02.2009
Tag 6

Besser zu früh als zu spät

An diesem Wochenende steht ein Doppelkonzert in Annaberg-Buchholz auf dem Programm. Wie schon im letzten Jahr, spielen Fish & Friends gleich 2x in der alten Brauerei - nur mit dem Unterschied dass es in diesem Jahr ein offizielles Doppelkonzert ist. Um 11:30h hole ich Jess in Ludwigsburg ab - viel zu früh wie sie findet. Ich bin bei Annaberg-Buchholz aber übervorsichtig, da ich letztes Jahr mehrere Stunden im Stau auf der Autobahn zugebracht habe. Dieses Jahr ist alles anders, die Straßen sind frei, und so kommen wir noch vor  16h in Annaberg-Buchholz an. Sprich 1:0 für Jess, 1-2 Stunden später abfahren hätte auch noch gereicht. Jess verabschiedet sich gleich zu ihrem Liebsten,  ich gehe noch eine Kleinigkeit essen, und fahre dann zur alten Brauerei, wo, obwohl es noch 3 Stunden bis Einlass sind, viele Bekannte Gesichter bereits anwesend sind.

Glücklicherweise muss man in der alten Brauerei nicht in der Kälte warten, sondern kann gemütlich in der Kneipe nebenan sitzen. Ich bin ja kein Fußballprofi, Jess dagegen schon, und so ist sie auch gleich von dem Tischfußball dort fasziniert und überredet Marina und mich zu einer Runde. Marina und ich gegen Jess - das klingt doch eigentlich fair, zwei Amateure gegen einen Profi - doch daraus wird nichts, und spontan gesellt sich Rainer dazu. Ich weiß nicht woran es liegt - an Jess Fußballerfahrung oder Rainers Tischkickererfahrung - aber Marina und ich verlieren haushoch. 
Ich verabschiede mich noch kurz, um Alena vom Bahnhof abzuholen. Dabei stelle ich mal wieder fest, dass in Annaberg nicht nur sehr viel mehr Schnee liegt als ich es von mir zuhause gewohnt bin, sondern dass die Stadt ihrem Namen auch alle Ehre macht - ich hab selten dermaßen steile Straßen erlebt, diese sind dank dem Neuschnee auch ein besonderes Fahrerlebnis.

Anschließend geht es zurück zur Brauerei. Da der Einlass über die Außentüre stattfindet, müssen wir uns doch ein paar Minuten in die Kälte stellen, was aber im Vergleich zu anderen Konzerten recht harmlos ist. Der recht kleine Saal füllt sich auch sehr schnell, und wirkt zu Beginn des Konzertes (wie auch schon im Vorjahr) etwas überfüllt. Der Stimmung tut das keinen Abbruch, und es wird wie auch schon im letzten Jahr ein toller, stimmungsvoller Abend. Leider ist auch ein etwas unangenehmer Zeitgenosse im Publikum, der mit nervigen Zwischenrufen stört, aber Eric reagiert sehr schlagfertig (mehr dazu im Flashback). Besonders freue ich mich, als Eric ankündigt am nächsten Tag "Kleine Schwester" zu spielen.

Der Abend wird sehr lang, und das Konzert ist erst nach 1h zu Ende. Alena und ich verlassen die Location mit als die Letzten, und so ist es fast 3h bis wir endlich an unserem Hotel ankommen. Da unser Hotel leider nur bis 10h Frühstück anbietet, verabreden wir uns für 9:30h im Frühstücksraum.  Somit steht uns eine kurze Nacht, aber auch ein langer morgiger Tag bevor, auf den ich mich aber auch sehr freue.

Daniel

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Neustadt / Orla - Wotufa Saal
08.02.2009
Tag 5

Probleme, die Frauen in der Regel haben

Von Erfurt nach Neustadt ist es nur eine gute Stunde mit dem Auto - so habe ich noch etwas Zeit durch die Erfurter Innenstadt zu laufen, und gemütlich zu frühstücken. Anschließend mache ich mich dann auf den Weg. In Neustadt angekommen, gehe ich zuerst in mein Hotel. Dieses ist mir schon vom letzten Jahr bekannt, als Eric im Rittergut Positz gespielt hat. Dort packe ich erst mal meinen Laptop aus, und werfe einen Blick ins Forum.  Ich habe eine PN von Anja (Im Forum bekannt unter Mrs. Cullen), die ich am Vortag in Erfurt kennengelernt habe, und die so begeistert von Fish & Friends war, dass sie sich spontan entschlossen hat, ebenfalls nach Neustadt zu fahren.  Schön - denn außer Westfeuer hat sich aus dem Forum keiner angemeldet, und ich hatte schon befürchtet alleine in der Kälte warten zu müssen.

Ungefähr eine Stunde vor Einlass bin ich dann vor Ort, aber außer Anja + Freundin ist noch keiner anwesend. Dies sollte auch noch eine Zeitlang so bleiben.  Zum Einlass sind es dann genau 10 Leute. Einerseits ist es das komplette Gegenteil von gestern (dort gab es bereits zum Einlass eine rießen Schlange), andererseits überrascht es mich doch wenig, da es beim Vorjahreskonzert in Positz genauso war. Die regionalen Unterschiede was das angeht, sind doch immer bemerkenswert. Auch die Atmosphäre im Raum ist ein ziemlicher Kontrast - saßen die Leute in Erfurt noch auf Stühlen bzw. vor der Bühne auf dem Boden, ist hier der ganze Raum mit Tischen und Stühlen vollgestellt (Bild gibt es im Flashback). Zum Beginn sind es dann ca. 1/3 so viel Menschen, wie am Vortag.

Dies hat den Vorteil, dass die Atmosphäre intimer ist als am Vorabend. Schade dagegen, dass einige Leute nur zum Bier trinken und quatschen hergekommen sind -  die Geräuschkulisse nervt den ganzen Abend - doch auch dies war mir schon aus dem Vorjahreskonzert in Positz bekannt.  Scheint wenig los zu sein in der Gegend, immerhin sind die Menschen bereit, 15 Euro Eintritt zu bezahlen, um Bier zu trinken und sich zu unterhalten.

Das Highlight des Abends wird dann Erics Versuch, "Prinzessin auf der Erbse" anzukündigen. Laut ihm ist es ein Lied, über Probleme, die Frauen in der Regel haben. Von Rainer kommt ein entsprechender Kommentar von der Seite, und schon ist das Gelächter im Saal groß.
Das Konzert ist relativ früh zu Ende, schon vor 0h, was aber nicht daran liegt, dass weniger gespielt wurde als am Vortag, sondern dass der Beginn schon wesentlich früher war. So bleibt noch viel Zeit für Smalltalk und Unterhaltung, im Anschluss daran fahre ich dann direkt in mein Hotel, und da es noch so "früh" ist, verfasse ich noch einen kleinen Flashback Bericht, bevor ich mich schlafen lege.

Daniel

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Erfurt - HsD
07.02.2009
Tag 4

"Ich schenk sie dir!"

Tag 2 der Filmtour. Dieser verläuft in mehreren Hinsichten erst mal nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe.  Meine Laune ist daher auch vorerst im Keller. Höhepunkt des ganzen:  Auf der A4 werde ich geblitzt - gottseidank war ich nicht im Punktebereich über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit.

Da mein Hotel sich mitten in der Erfurter Innenstadt befindet (sehr ärgerlich: Das Hotel will 12 Euro für den Parkplatz, und auf den Straßen um das Hotel herum gibt es nur Anwohnerparkplätze) nutze ich die Gelegenheit um mir die Stadt etwas anzuschauen. Da ich neulich Kritik geerntet habe, da ich negativ über Hoyerswerda berichtet habe, muß ich anmerken: Es gibt auch im Osten sehr schöne Städte. Erfurt ist eine davon. Zumindest die Gegend die ich gesehen habe. Schöne alte restaurierte Häuser, viele Kirchen, etc.

Ca. 90 Minuten vor Einlass mache ich mich auf den Weg zum HsD - dort verfliegt meine schlechte Laune dann auch sehr schnell. Ich treffe wieder viele bekannte Gesichter, und die Zeit bis zum Einlass vergeht wie im Flug. Fallen Wings versucht mich abzufüllen, aber  was sie im Angebot hatte, war nicht verlockend genug um eine so große Menge davon zu trinken, dass ich davon betrunken werde ;-)

Nach dem Einlass stelle ich fest, dass das HSD deutlich größer als das Jokus ist - im ersten Moment ist mein Gedanke "zu groß". Doch damit liege ich falsch.  Bis zum Beginn füllt sich der Raum, so dass er sehr gut gefüllt ist - aber nicht überfüllt wie in Gießen. Das Verhältnis Raumgröße zu Publikum würde ich an diesem Abend als perfekt beschreiben. Die Verlegung vom Museumskeller ins HsD war jedenfalls eine sehr kluge Entscheidung.
Das Konzert wird wieder sehr stimmungsvoll, durch die wegfallenden Störfaktoren die das Vergnügen am Vortag gemindert haben, würde ich es sogar einen Tick besser als Gießen einstufen.

Highlight des heutigen Tages: Rick und Heimliche Weisheit werden von Eric beim knutschen während "Lass uns teilen" beobachtet ;-) Ihm gefällt es so gut, dass er die beiden auffordert das ganze für die Kamera zu wiederholen, der Aufforderungen kommen die Beiden auch gleich nach, und so können wir diese Szene vielleicht in ein paar Monaten auf DVD bewundern.

Ebenfalls positiv: In der Playliste werden vier Songs geändert, damit es auch den Leuten, die hinterher reisen. nicht langweilig wird (so ähnlich waren Erics Worte bei seiner Ansage, mit Blick in u.a. meine Richtung). 

Diesmal bleibe ich nach dem Konzert länger als am Vortag, und bin somit fast einer der letzten die den Saal verlassen.  Insgesamt werde ich diesen Abend in die lange Liste derer einreihen, die ich positiv in Erinnerung behalten werde.

Daniel

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Gießen - Jokus
06.02.2009
Tag 3

Film ab!

Heute ist Tourstart der Filmtour in Gießen. Unterwegs halte ich noch kurz in Ludwigsburg und Heidelberg, um knuP und Nachteule einzusammeln. Die Fahrt nach Gießen verläuft ohne weitere Zwischenfälle. Gießen ist ja bekanntermaßen sowas wie ein inoffizielles Traumfängertreffen. So sind heute Abend so viele Bekannte Gesichter aus dem Forum anzutreffen, wie es wohl außer auf dem Fantreffen nirgendwo der Fall ist. Die erste negative Überraschung erleben wir gleich bei der Ankunft: Der Veranstalter eröffnet uns, dass der auf der Extratix angegebene Einlass für 19h falsch ist, und es eigentlich erst um 20h losgeht. Die Wartezeit auf den Einlass vergeht dank der vielen netten Gesellschaft dann doch recht schnell,  dieser ist dann auch gottseidank doch nicht erst um 20h, sondern schon um 19:30h. Der Saal füllt sich recht schnell, und bald wird klar, es wird hier noch voller als im letzten Jahr. Dies hat den Nachteil, dass der Störfaktor durch Leute, die die Bar oder die Toiletten aufsuchen, doch enorm ist.

Das Konzert geht los, und es wird ein wirklich schöner Abend (von oben genannten Störfaktoren mal abgesehen). Die Playliste hat sich erwartungsgemäß sehr an der von Bischofswerda orientiert. Diesmal bin ich aber zu faul zum mitschreiben ;-) Kleines Highlight: Die "Bühnenshow" bei  "Blackleg Miner", das Licht wird ausgemacht, und die Jungs binden sich eine Lampe um den Kopf (blöde Umschreibung, aber mir fällt grad nicht ein wie diese Dinger heißen, da gibt es sicher einen Fachbegriff dafür). Eric ist irgendwann auch genervt von den ständig herumlaufenden Menschen, und schlägt vor, Bier- und Wasserkästen mitten im Publikum zu platzieren. Dies geschieht dann auch, bringt aber meiner Ansicht nicht wirklich Besserung.

Etwas geschockt war ich am Konzertende, wie skrupellos einige Personen (keine Fanclub Mitglieder!) sein können: Stürmen doch tatsächlich einige die Bühne und bedienen sich an Plektrons und Kerzen. Daumen hoch für Esther, die diese Gestalten dann weitgehendst  vertreibt.

Anschließend noch kurze Verabschiedung, und dann fahre ich in mein Hotel, wo ich dann auch gleich ins Bett falle.

Daniel

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Bischofswerda - East Club
10.01.2009
Tag 2

"Schwarze Pumpe" lässt grüssen.

Tag zwei des ersten Fish-Wochenendes 2009. Ich stehe auf, und beschließe, da mein Hotel für ein Frühstück 16 Euro Aufpreis verlangt, außerhalb zu frühstücken. Fündig werde ich in dem Einkaufszentrum nebenan, in dem auch heute, an einem Samstag, so gut wie nichts los ist. In einem kleinen Cafe bekomme ich für weniger als die Hälfte der 16 Euro die das Hotel haben wollte, ein sehr leckeres Frühstück. Anschießend gehe ich wieder zurück ins Hotel, packe meine Sachen zusammen und checke aus. Da Volker und seine Freunde ebenfalls nach Bischofswerda fahren, waren sie so freundlich und haben mir angeboten mitzufahren, so bleibt mir eine dreistündige Bahnfahrt mit Bummelzügen erspart - danke nochmal an Volker, Jörg und Sebastian. Wir machen Zwischenstation in Hoyerswerda, das auf etwa halbem Weg liegt.

Wir wollen das Grab von dem großartigen und leider viel zu früh verstorbenen Liedermacher Gerhard Gundermann besuchen, der in seiner Heimatstadt Hoyerswerda auf dem Waldfriedhof begraben liegt. Auf dem Weg nach Hoyerswerda gibt es eine lustige Situation: Wir fahren durch den Ort "Schwarze Pumpe", im Radio läuft nebenher eine Gundermann CD.  Wir machen ein paar Bemerkungen über den doch recht kuriosen Ortsnamen, und entdecken am Ortsrand ein recht großes, ziemlich hässliches Kraftwerk. Kaum haben wir das Ortsausgangsschild passiert, läuft im Autoradio von Gundi "Straße nach Norden", das Lied beginnt folgendermaßen:

"zuerst komm ich in 'Schwarze Pumpe' übern Berg
und da schimmert in der Sonne das nagelneue Kraftwerk"

Ein lustiger Zufall. Und man merkt gleich, dass man sich in Gundis Heimat befindet...

 Hoyerswerda ist nebenbei bemerkt die mit Abstand hässlichste und unattraktivste Stadt die ich je gesehen habe - eine einzige Aneinanderreihung von Plattenbauten - sehr trostlos, und ohne jeden Charme. Ich frage mich, wie es Gundi da nur über viele Jahre aushalten konnte. Der Waldfriedhof ist ziemlich groß, und bereits vor einem Jahr haben wir (damals war ich im Rahmen der Frühjahrstour 2008 gemeinsam mit May und Sunny dort) vergeblich versucht, Gundermanns Grab zu finden. Diesmal haben wir mehr Glück, und finden das Grab nach ca. 15 Minuten suche. Wir verweilen dort einige Minuten - und machen uns weiter auf den Weg nach Bischofswerda zu unserem Hotel. Sehr zu Freude meiner drei Begleiter, ist direkt an das Hotel ein Irish Pub angeschlossen. Wer die drei Jungs kennt (wer nicht, bitte einen Blick auf Volkers Forenrang werfen), weiß, wie die restliche Nachmittagsgestaltung aussah: Ja, richtig, wir haben die über 5 Stunden Zeit bis zum Einlaß in dem Irish Pub verbracht. Die Bedienung rechnet am Ende 16 Bier ab - wer mich kennt weiß das ich kein Biertrinker bin, somit war keins davon für mich. Ein paar weitere alkoholische Getränke (Cocktails, Wodka Lemon) tauchen auch noch auf der Rechnung auf - in diesem Punkt gebe ich zu, dass ich dort auch einiges mit verursacht habe ;-)

Da es in Bischofswerda deutlich kälter als in Cottbus ist, beschließen wir (für mich sehr untypisch) erst kurz vor Einlass hinzugehen, und befinden uns somit erst gegen 20:20h vor dem Eastclub. Die meisten anderen Fans scheinen ähnlich wie wir gedacht zu haben - es ist dort noch nicht all zu viel los. Kundi und Lissi sind auch unter den Wartenden, und die beiden sind so nett mir einen Platz in der ersten Reihe freizuhalten. Die anderen drei Jungs beziehen ihre Stammplätze hinten an der Bar. Der Eastclub ist eine sehr schöne Location, nicht zu groß, nicht zu klein, und mit Charme. Zwei kleine Mängel:  Das Rauchverbot scheint dort noch nicht angekommen zu sein, und für die Herrentoilette braucht man fast Schwimmflügel - dort scheint ein Abfluss defekt zu sein. Der Club füllt sich nach und nach, und ist kurz vor Beginn rappelvoll - das dürfte die Herzen der Band höher schlagen lassen, da sie am Vortag vor einer halbleeren Halle spielen mussten. Dieses Mal läuft alles wie am Schnürchen, und so wird es ein großartiges Konzert, ohne größere Zwischenfälle. Erwähnenswert vielleicht eine ältere Frau, die sich wohl für den neuen Superfan hält: Erst bietet Sie der Band Getränke an (noch nett), bringt diese auf die Bühne, dort oben gefällt es ihr so gut, dass sie (trotz mehrfacher Aufforderung) diese gar nicht mehr verlassen wird. Irgendwann hat sie dann doch den Rückzug angetreten. Nach dem Konzert dann noch der übliche Smalltalk mit anderen Anwesenden und der Band.

Anschließend laufen wir zurück zu unserem Hotel, welches sich glücklicherweise in nur 600 Metern Entfernung befindet. Zuvor wollen Volker, Jörg und Sebastian noch einen Döner essen gehen. So klein Bischofswerda auch sein mag - allein im 100 Meterradius gibt es vier Dönerbuden.  Ich hätte jedoch Wetten können, dass keine davon mehr um zwei Uhr nachts offen hat, da in der Stadt schon tagsüber alles wie ausgestorben gewirkt hat. Doch ich täusche ich mich - und wir finden einen Dönerladen der sogar bis 4:30h geöffnet hat. Also wen Fish mal wieder in Bischofswerda spielt, und man kein Geld für ein Hotel hat, und die Jahreszeit für eine Bahnhofsparty zu kalt ist, bietet sich alternativ eine Dönerbudenparty an :-)

Nach dem Mitternachtsimbiss gehen wir in unser Hotel - ich verabschiede mich schon mal von den drei Jungs, da mein Zug am nächsten morgen relativ früh fährt, und den dreien das Frühstück um 8:15h zu früh ist - verständlicherweise.  Anschließend schreibe ich in meinem Zimmer noch den obligatorischen Flashback, und falle dann ins Bett. Ich bedauere etwas, dass es nur zwei Konzerte am Stück waren, und schlafe in Vorfreude auf den Februar ein.

Daniel

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Cottbus - Gladhouse
09.01.2009
Tag 1

Pleiten, Pech und Pennen

Es ist wieder Fish-Zeit! Zum aufwärmen für die große Februar Tour gibt es im Januar zwei Konzerte in Cottbus und Bischofswerda. Heute geht die Reise für mich nach Cottbus - zu dem ersten Fish Konzert 2009 und auch zu meinem ersten Konzert 2009 überhaupt. Da Cottbus nicht gerade um die Ecke liegt, geht mein Wecker schon kurz vor sechs Uhr morgens. Da mir über 600 Kilometer mit dem Auto doch als etwas zu heftig erscheinen, habe ich mich dazu entschlossen den Zug zu nehmen. Geplante Ankunftszeit: Kurz vor 15 Uhr nachmittags. Die Fahrt verläuft problemfrei, und ich erreiche das Ziel pünktlich. Mein erster Eindruck: Eine trostlose Stadt. Mein Hotel liegt direkt gegenüber vom Bahnhof, so dass ich dort erst mal einchecke.  Anschließend besuche ich das Einkaufszentrum direkt neben dem Hotel, in dem absolut nichts los ist. Ich esse eine Kleinigkeit in dem sich dort befindenden Chinesischen Restaurant (Ich bin der einzige Gast), und gehe anschließend ins Hotel zurück. Ich lege mich noch für 2-3 Stunden hin, da ich noch vom frühen aufstehen und der langen Fahrt etwas geschlaucht bin, und genau weiß dass ich erst spät in der Nacht ins Bett kommen werde.

Dann mache ich mich auf den Weg ins Gladhouse, und bin gegen 19 Uhr dort - genau eine Stunde vor Einlass. Ich stelle fest, dass ich der erste vor Ort bin - das ist zwar nicht das erste Mal, aber für eine Stunde vor Konzertbeginn ist das sehr ungewöhnlich. Glücklicherweise treffen in den nächsten Minuten einige alte und neue Bekannte ein (Kundi, Anett, Volker  mit seinen Begleitern Jörg und Sebastian), so dass die Wartezeit auf den Einlass recht zügig vergeht.

Der Einlass und auch das sonstige Drumherum wird von Jan Mas (einige kennen ihn bereits von anderen Fish Konzerten, wo er supportet hat) gefilmt, der fleißig Material für die kommende DVD sammelt. Dann noch eine positive Überraschung: Bei einer kurzen Unterhaltung mit Annika erfahre ich, dass Eric Fish heute von 12morgen supportet wird - ein sehr talentierter junger Mann, der bereits beim  Fantreffen einen grandiosen Auftritt absolviert hat.

Dann beginnt das Konzert, 12morgen macht seine Sache genauso hervorragend wie am Fantreffen und sorgt für eine halbe Stunde erstklassige Unterhaltung im Vorprogramm. Dann beginnt das eigentliche Konzert, das mit einigen Höhen und Tiefen aufwartet - ich will hier nicht zu sehr ins Detail gehen, mehr dazu könnt ihr im Flashback nachlesen.

Nach dem Konzert gibt es noch den üblichen kleinen Plausch mit anderen Fans und der Band, und ich ziehe mich todmüde wieder in mein Hotel zurück - allerdings lasse ich mich nicht gleich ins Bett fallen, sondern schreibe einen Flashback Bericht für das Forum - anschließend gönne ich mir aber den wohlverdienten Schlaf, und freue mich auf das morgige Konzert in Bischofswerda.

Daniel


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