html Die Traumfänger: 2008 Herbst
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Herbsttour 2008

Dies ist das Tourtagebuch von Daniel und May, in dem wir unsere Eindrücke der Fishtour im Herbst 2008 festhalten und der Nachwelt erhalten. Unser Tourtagebuch der Frühjahrstour könnt ihr im Archiv nachlesen.

Viel Spaß damit!

Daniel und May

P.S.: Mit Klick auf den Namen der Location landet ihr direkt im entsprechenden Flashback-Thread im Forum.

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Jena - F-Haus
03.09.2008
Tag 1

Ja wo ist es nur?

Da ist sie... nach der letzten großen Tour im März und April, beginnt nun die kleine Herbsttour (Fünf Konzerte, bei denen ich gemeinsam mit May, Sunny und Nicole allen dabei sein werde).
Eigentlich war für mich schon am Samstag Tourbeginn (Samstag: Summer's End in Andernach, Sonntag: Denkerskind in Frankfurt, Montag: Schlachthof Premiere in München, Dienstag: Schlachthof Premiere in Nürnberg), aber da wir im Tagebuch nur über Eric Fish Konzerte schreiben, gibt es erst heute den ersten Eintrag.

Los geht es um 13 Uhr: Ich werde von Maria und Nicole in meinem Hotel abgeholt. Dort die erste Überraschung: Schon als ich aus der Tür trete, bemerke ich dass May Ihre "Drohung", unsere gesamte Tour mitzufilmen, wahr gemacht hat, denn auf mich ist eine Videokamera gerichtet. Dann geht es weiter nach Feucht (Kommentar: Ja, die Stadt heißt wirklich so *g*) zu Sunny, um  dann zu viert nach Jena weiter zu fahren. Dort kommen wir nach ca. 2,5 Stunden mit nur einem Mini-Stau an. In der richtigen Straße angekommen, halten wir Ausschau nach dem F-Haus, in dem das Konzert stattfinden soll, aber finden es nicht. Erst ein freundlicher Verkäufer erklärt uns, dass sich der Eingang in einer Parallelstraße befindet. Mit dieser Info finden wir den Eingang auch recht schnell, und stellen nicht allzu überrascht fest, dass wir die ersten sind (zu diesem Zeitpunkt waren es noch 3,5 Stunden bis zum Einlass). Wir beschließen, noch eine Kleinigkeit essen zu gehen. Sunny zu liebe (die Ärmste hat gerade erst 2 Monate in einem Burger King gearbeitet) verzichten wir auf den sonst obligatorischen Besuch in einem amerikanischen Fastfood Restaurant, und begeben uns in eines der zahlreich vorhandenen Lokale die sich direkt in der Umgebung befinden. Bereut hat dies nachher auch keiner von uns, man muss fairerweise sagen dass das Essen dort deutlich besser war als in einem der vorgenannten Restaurants. Wir nehmen an einem der sich draußen an der Straße befindenden Tische Platz, wo uns dann knappe 10 Minuten später Anika (im Schlepptau mit dem Rest der Band) über den Weg läuft, die vor dem selben Problem steht wie wir vor kurzem: Sie findet den Eingang nicht. Mit einer kurzen Wegbeschreibung unsererseits findet sie dann anschließend aber auch zum Ziel.

Nach dem Essen geht es wieder zurück zum F-Haus zum Eingang, die Wartezeit zum Einlass sind mittlerweile "nur noch" 2,5 Stunden. Trotzdem schaut uns ein Mitarbeiter der Location an als wären wir Verrückt, vermutlich kannte er bis zu diesem Zeitpunkt Fans die stundenlang vor dem Einlaß warten nur aus dem Fernsehen. Die Zeit vergeht jedoch recht schnell, und mit der Zeit füllt es sich auch vor dem Einlass, ein Traumfänger nach dem anderen stößt zu uns, und so wird es eine immer größere, aber lockere Runde. Zwischendrin taucht auch Albi auf, der verzweifelt versucht in die Location zu kommen, aber zuerst daran scheitert dass alle Türen verschlossen sind. Nach einer gewissen Zeit schafft er es aber dann doch ins innere zu gelangen, und so können wir von draußen noch dem Soundcheck lauschen.

Dann ist es auch schon 20h, und pünktlich auf die Minute startet der Einlass. Kurz vor 21h beginnt dann auch Albi mit einem ca. 30 minütigen Auftritt, und nach einer kurzen Umbaupause betreten dann auch Fish & Friends die Bühne. Das Konzert ist alles in allem gesehen ein würdiger Einstand zum Tourauftakt, die Jungs wirken allesamt gut gelaunt und ausgeruht,  was die Stimmung immer besser werden lässt.

Nach dem Motto "Wer zuerst kommt muss auch als letzter gehen", verlassen wir das F-Haus auch erst gegen 2h  als wir von Veranstalter (Und Band *g*) "rausgeschmissen" werden. Damit war der Abend aber noch nicht zu Ende, denn uns steht noch eine ca. 2,5 stündige Rückfahrt bevor. May und Nicole machen es sich auf der Rückbank schlafend bequem, und ich auf dem Beifahrersitz, während Sunny, unsere Fahrerin, mit der Hilfe von 1,5 Litern Energy Drink tapfer durchhält und uns alle sicher nach hause bringt. Gegen 4:30h bin ich dann wieder in meinem Hotel, und falle dann auch gleich todmüde ins Bett, noch voller Gedanken an den schönen Tag und voller Vorfreude auf das Konzert am kommenden Tag in Nürnberg.

Daniel

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Nürnberg - Hirsch
04.09.2008
Tag 2

Der Club mit "A"

Dieser Tag birgt für uns die kürzeste Anreise, denn wir übernachten bei Sunny in unmittelbarer Umgebung. Aber da wir ja nicht den ganzen Tag wartend verbringen wollen, nutzen wir die Zeit nach dem reichhaltigen Frühstück und besichtigen Innenstadt samt Einkaufsmöglichkeiten.
Leider will uns auch der Regen begrüßen und so treten wir nach den ersten Einkäufen in ein regelrechtes Unwetter - ohne Schirm.
Nun müssten wir uns mit unseren Jacken über dem Kopf und Laufschritt behelfen um letztendlich etwas Essbares zu finden und dann wieder zum Auto zu kommen. Halb durchnässt kommen wir dort an und finden vor: einen Schirm.

Jetzt sind wir auch soweit, dass wir zum Hirsch fahren. Um gleich darauf die nächste Toilette zu suchen - im Fastfoodrestaurant unserer Wahl. Dort treffen wir, wie soll es anders sein?, schon die erste Traumfängerin.
In Kolonne fahren wir dann zurück zum Hirschen. Wir sind auch nicht die einzigen Verrückten, denn außer Daniel finden wir auch schon andere Gestalten vor. Im Nachhinein habe ich dann erfahren, dass wir sehr unterhaltsam gewesen sein mussten ;-)

Brav wie wir sind und aus Erfahrung früherer Konzerte warten wir am Tor. Aber als 10 Minuten nach Einlass immer noch niemand zu uns kommt und uns einlässt, schicken wir Nicole vor um mal nachzufragen. Antwort: Ja, kommt doch rein, was wartet ihr denn?

Der Hirsch ist einer der größeren Clubs, aber er wird voll. Für Albi ist das ja ein Heimspiel und das merkt man ihm an. Als ihm eine Saite reißt, schafft er sogar einen Rekordsaitenwechsel in 54 Sekunden. Heute hat er sich auch nicht lumpen lassen und hat sogar eine Tanzgruppe arrangiert. Zu einem Song stürmen Uwe und Eric die Bühne, wagen eine Tanzperformance und spielen Backgroundchor.

Die Stimmung im Publikum ist auch bei den Fishen super. Genau wie am Tag zuvor machen alle mit und sind super drauf. An zwei Tagen hintereinander ist das wirklich eine Ausnahme!
Rainer bekommt als Entschuldigung für einen Witz, den Eric in Jena gemacht hat, ein Geschenk: eine Spieluhr mit "Blowing in the Wind"-Melodie. Diese werden wir auf der restlichen Tour noch öfter hören.
Die Chemie zwischen Eric und Rainer stimmt danach wohl wieder, denn auf Erics Aussage "Ein Club mit "A"" antwortet Rainer "A Hirsch?".

Für uns war auch der zweite Tage ein stimmungsvolles Highlight. Und so begeben wir uns glücklich zurück zu Sunny um am nächsten Tag zusammen nach Stuttgart zu fahren.

May
 

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Stuttgart- Haus 11
05.09.2008
Tag 3

Mehr Rhythmus bitte!

Diesmal ist ein Heimspiel für mich. Allerdings komme ich um das Auto fahren doch nicht herum, da ist zuerst von Fürth (Dort ist mein Hotel) nach Stuttgart fahren muß. Bevor ich losfahre suche ich allerdings eine Metzgerei auf, um mich mit einem Vorrat der berühmten "Nürnberger" sowie "Stadtwurst" einzudecken.

Die Fahrt verläuft zügig und staufrei, und so komme ich gegen Mittag zuhause an. Ich nutze die Gelegenheit mir gleich ein paar neue Klamotten für die nächsten zwei Tage einzupacken. Dann noch kurz ausruhen, und schon geht's los zum "Haus 11", daß sich im Stuttgarter Stadtteil Zuffenhausen befindet. Dort angekommen sind die üblichen 3 Verdächtigen, Sunny, May und Nicole, schon dort.

Die Drei haben sich zwar schon mit der neuen Subway DVD, die seit heute in den Läden steht, eingedeckt, aber vor lauter Euphorie darüber haben sie wohl vergessen sich was essbares zu besorgen. Aber kein Problem, ein kurzer Anruf beim Pizzaservice, und 45 Minuten später hatten die drei eine Partypizza vor sich.

Dann war auch schon der Einlaß, und wir beziehen unsere "Stammplätze" in der ersten Reihe. Und wie wir feststellen mussten, herrschte in dieser Location eine gerade zu grausame Hitze, dies wurde auch im Laufe des Abends von Eric desöfteren betont.

Dann ging es schon los mit den Villains, die ab heute Albi beim supporten ablösen. Bestand die Setliste letztes Jahr fast ausschließlich aus englischsprachigen Songs, so sind es dieses Jahr fast nur Deutsche Songs, die meisten davon sind für mich neu, und mir gefallen sie ausgesprochen gut. Ich freue mich auf das neue Album der Villains.

Dann der Auftritt von Fish & Friends, wie immer liefern die vier Jungs eine gute und saubere Leistung ab, es war auch insgesamt ein schönes Konzert, aber wie ich bereits im Flashback geschrieben habe, kann die Stimmung mit der von den beiden Vortagen in Jena und Nürnberg nicht mithalten.

Nach dem Auftritt bleibe ich noch eine geschätzte halbe Stunde, dazu gibt es eigentlich nur noch zwei erwähnenswerte Dinge, erstens, die Reste der belegten Brötchen, die während des Abends verkauft wurden, werden jetzt verschenkt, und zweitens, Rainer ist der Meinung ich soll künftig mit mehr Rhythmus klatschen - ich gelobe Besserung, und fahre dann anschließend nach hause, und gehe auch direkt ins Bett um für die Weiterfahrt nach Illingen am nächsten Tag fit zu sein.

Daniel

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Illingen - Burgruine
06.09.2008
Tag 4

Ist der Sommer nur Erinnerung?

Wir starten in Stuttgart gegen 12. Dementsprechend sind wir gegen halb 3 schon vor Ort. Wie immer vor der Band.
Wir wollen eigentlich gemütlich Essen gehen, aber finden auf die schnelle kein nettes Restaurant, also bequemen wir uns mit Sekt. Heute muss ja keiner fahren.
Allerdings ist es jetzt schon kalt und ungemütlich. Ständige Regenschauer trüben die Freude auf das Open Air.

Der Vorteil ist, dass wir dem Soundcheck zuhören können, später unterhalten wir uns prächtig mit den Veranstaltern (Burgklettern wird Nicoles neues Hobby) und unseren alten Konzertbekanntschaften aus der Pfalz. Daniel, Sunny und Andrea kommen heute eher spät, zum Einlass erst. Nichts desto trotz erobern wir die halbe erste Reihe für uns, wie immer.

Heute sind wieder "The Villains" Vorgruppe. Sie spielen ja auch Sachen von dem zukünftigen Album, unter anderem auch die Weltpremiere von "Wieso sitzen", ein Duett mit Eric.

Wo wir am Tag zuvor in Zuffenhausen noch schwitzen ohne uns zu bewegen, fühle ich mich heute wie ein Eiszapfen. Der unbequeme Kiesboden tut sein übriges und ich fühle mich körperlich ganz ganz elendig. Vergrabene Emotionen, die durch die Musik hoch geholt werden, tun ihr übriges um mich in eine melancholische Stimmung zu bringen.
Dementsprechend bin ich zwar nicht in Feierlaune, es wird aber für mich mal wieder ein Konzert, das ich nicht vergessen werde.

Als dann alles vorbei ist und der Burghof immer leerer wird, haben Nicole und ich Zeit runter zu kommen und uns vor die Burg auf eine Bank zu setzen.
Und siehe da - nach wenigen Minuten läuft direkt vor uns der fliegende Igel vorbei ;-)

Danach gehen wir ins Auto, da wir uns heute kein Hotel leisten wollten. Im Schlafsack eingemummelt ist es schön kuschelig warm, allerdings werden wir in den frühen Morgenstunden schon wieder geweckt...vom Flohmarkt nebenan.

 

May

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Hann.-Münden - Kurbelkasten
07.09.2008
Tag 5

Schweigen ist Gold!

So schnell vergeht die Zeit... nun ist es also schon wieder soweit, das Ende der Tour ist da, und wir haben nur noch ein Konzert vor uns. Doch zuerst müssen wir die knapp 400km zwischen Illingen und Hann. Münden hinter uns bringen. Morgens um 10h geht es los, gegen 12h machen wir Pause in Hofheim (Taunus), im Restaurant Waldgeist, das als XXXL Restaurant schon eine gewisse Berühmtheit erlangt hat. Doch selbst die bestellte Viertel(!) Portion war für Sunny nicht ganz zu bewältigen (Bild siehe Flashback). Trotz allem: Sehr gemütlicher Laden, leckeres Essen, faire Preise, ich wäre mal für ein Traumfänger Treffen in dieser Laden, sollte Eric sich mal entscheiden irgendwo in dieser Ecke zu spielen.

Nach dem Essen geht es direkt weiter in unser Hotel in Kassel, wo wir dann noch eine knappe Stunde verbringen, und dann gleich weiter zum Kurbelkasten fahren. Der Kurbelkasten ist schon eine bemerkenswerte Location, sehr gemütlich, sehr viel Atmosphäre. Die Wartezeit erscheint mir relativ kurz, obwohl wir mehr als 2 Stunden zu früh da sind, was aber wohl hauptsächlich an der netten Gesellschaft liegt, die ich vor dem Einlass habe. Sehr viele Bekannte Gesichter aus dem Forum sind anwesend, um sich das letzte Fish Konzert in diesem Jahr anzusehen (ja, mir ist bekannt dass Eric nochmal auf der Loreley spielt, aber dabei handelt es sich ja "nur" um einen Festivalauftritt).
Nach dem Einlass stellt sich für mich die schwierige Frage:  Weiter weg von der Bühne auf einem bequemen Sofa, oder direkt vor der Bühne auf dem harten Fußboden? Ich befolge letztendlich Annikas Rat, und nehme auf dem Fußboden Platz.

Die Atmosphäre ist sehr schön, was sowohl wie bereits erwähnt an der Location liegt, aber auch an der guten Laune der Band und der des Publikums - zumindest der Großteil des Publikums. Ein kleiner Teil ist scheinbar nicht wegen Eric Fish anwesend, sondern um sich angeregt zu unterhalten - ohne Rücksicht auf die Leute, die gerne das Konzert in Ruhe sehen möchten. So wird die Musik untermalt von einer nervigen Geräuschkulisse - die auch nach zwei Hinweisen seitens Eric nicht abnimmt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit kommt dann der Auftritt des Tages: Unsere Nicole (Heldin des Tages!) betritt die Bühne, und fordert die Störenfriede nochmals auf, ruhig zu sein, was gleich von lauten Applaus des Publikums quittiert wird. Ihre Ansage hat gesessen - die Geräuschkulisse reduziert sich für den Rest des Abends auf ein Minimum - vielen Dank nochmals Nicole, ich denke ich darf ruhig sagen, im Namen aller anwesenden Traumfänger.

So klingt der Abend  gemütlich aus, wobei gegen Ende vor allem schnellere Songs gespielt werden, und Eric auch ausdrücklich zum tanzen auffordert. Positiv zu erwähnen ist, dass es diesmal deutlich mehr Zugaben gibt als an den Abenden zuvor. Insgesamt also: Ein würdiger Tourabschluß.

Ja, dass war es dann wieder.... Wir fahren zurück in unser Hotel, etwas bedrückt, dass die schöne Zeit nun wieder zu Ende ist. Es waren Tage voller Höhen und Tiefen (letzteres bezieht sich ausdrücklich nicht auf die musikalische Leistung der Band), wobei die positiven Eindrücke zumindest bei mir deutlich überwiegen. Wir freuen uns auf die nächste Fish Tour im Februar!

Daniel


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