html Die Traumfänger: 2008 Frühjahr
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Frühjahrtour 2008

Dies ist das Tourtagebuch von Daniel und May, in dem wir unsere Eindrücke der Fishtour im Frühjahr 2008 festhalten und der Nachwelt erhalten.

Kurze Info: Bei den Konzerten in Kremmen, Berlin, Hannover, Bremen und Strahlsund können wir leider nicht anwesend sein, dort werden wir dann Gastschreiber haben (Flashi für Kremmen und Berlin, und Hagen für Hannover und Bremen, an dieser Stelle vielen Dank). Für Strahlsund fällt der Tagebucheintrag mangels Schreiber leider aus.

Viel Spaß damit!

Daniel und May

P.S.: Mit Klick auf den Namen der Location landet ihr direkt im entsprechenden Flashback-Thread im Forum.

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Worms - Lincoln Theater
08.04.2008
Tag 20

I fish you were back again

So, das wars dann irgendwie für diese Tour.
Das war für mich wirklich etwas besonderes. Nicht nur, weil ich Stammgast vor der Bühne war. In den kurzen Wochen haben sich so viele Erinnerungen angesammelt, dass ich hoffentlich noch lange davon zehren kann. Für mich wird das wohl vorerst die letzte Aktion dieser Größenordnung gewesen sein. Und das war ja auch ein Hauptgrund, warum ich das so exessiv betrieben habe.
Ich bin fertig, es war anstrengend, nervenzehrend, kostspielig und ein Stück weit immer wieder das Selbe.
Dennoch bin ich froh es getan zu haben. Für einen Flashback für das letzte Konzert verweise ich auf das Forum, aber hier möchte ich mich bei allen bedanken.
Bei Daniel für das zusammenhalten. Bei den Traumfängern, die uns ausgehalten haben, egal wo wir waren, besonders an Nicole. Bei meiner Heimat, die mich nie für Fernweh schimpft. Bei Annika und natürlich bei der Band und allen Supports.
Ich will kein Konzert herausheben - auch wenn es ein oder zwei gibt, die sich in mein Gedächtnis eingebrannt haben. Sie waren alle schön, auf ihre eigene Weise, und jedes anders.

Ja, irgendwie wünsch ich mir, dass es so weiter geht, dass sich der Alltag nicht wieder weiter dreht. Aber er tut es und so schließe ich all die Momente ein und hinterlassen ein letztes "Fish you were back again".

Auf Wiedersehen - irgendwann und irgendwo.

May

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Aschaffenburg - Colos-Saal
07.04.2008
Tag 19

Alkohol in der Fußgängerzone

Die Tour neigt sich langsam dem Ende zu, meine Energie auch. Eigentlich wollte ich heute in Bielefeld gemütlich ausschlafen, was mir aus diversen Gründen leider nicht möglich war. So bin ich schon um 9 Uhr morgens wach. Nach einem kleinen Frühstück in einer Bäckerei fahren wir los, um Janin aufzusammeln, die wir mit nach Aschaffenburg nehmen. Mit einem kurzen Zwischenstopp in Wetzlar (um Marias Auto abzuholen) fahren wir dann auch direkt zum Ziel, Marias Wohnung, die auch gleichzeitig die Herberge fast aller anwesenden Traumfänger ist.

Neben Maria und mir nächtigen dort noch Marias Freund, Esther, Hagen, Janin und Nicole.  Die vier letztgenannten und ich im Wohnzimmer, auf der Couch und dem Fußboden verteilt. Nachdem wir unser Gepäck dort abgeladen haben, geht es auch schon los zum einkaufen. Dort stellt Janin fest, dass sieben Personen für die Wartezeit mindestens 6 Flaschen Sekt brauchen, also nehmen wir gleich einen 6er Karton mit, zusätzlich noch ein paar Utensilien fürs Frühstück morgen.

Nun versuche ich mal, die Überschrift zu erklären. Das Colos-Saal liegt in einer Fußgängerzone, und wie schon erwähnt, wollten wir die Wartezeit mit Sekt überbrücken. Die Stadt Aschaffenburg allerdings hat ein Alkoholverbot in der Innenstadt verhängt. So müssen wir etwas improvisieren, sprich die Flaschen in unseren Taschen verstecken, und den Sekt aus Plastikbechern trinken. Das funktioniert dann auch ganz gut. Obwohl es recht kalt ist, vergeht die Wartezeit dann doch recht schnell.

Das Colos-Saal ist eine der größeren Fish Locations (unter anderem haben Schandmaul auf der letzten Tour hier gespielt), und so gab es innendrin auch keine Platzprobleme. Auch gibt es diesmal im Gegensatz zum Vortag keinen übermotivierten Lichtmann, der ein Fish-Konzert mit einer Technodisco verwechselt. Das Publikum ist etwas träge, außer den anwesenden Traumfängern ist die Bereitschaft zum mit klatschen, mitsingen, etc. nicht sehr groß, daß tut der Stimmung aber keinen Abbruch.

Als Support darf diesmal Denkerskind spielen. Meine Erwartungen werden jedenfalls mehr als erfüllt, und somit ist er ein würdiger "Nachfolger" von Albi, dem Tagträumer und Daniel Schulz. Bei einem Song zünden die Traumfänger dann Wunderkerzen an (war eine Idee von Janin), was wunderbar zu der Stimmung paßt.

Nach dem Konzert bleiben wir noch, bis wir schließlich freundlich von den Mitarbeitern des Colos-Saals gebeten werden zu gehen, und machen uns auf den Weg zu Marias Wohnung, die glücklicherweise nur fünf Gehminuten entfernt ist.

Daniel

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Bielefeld - Movie06.04.2008Tag 18

Auch Lichtmänner können übertreiben

Tag 18, gefühlter Tag 243. Aber die Lust vergeht uns noch nicht. Dennoch fordern die Tage ihren Tribut bei mir. Schon auf der Fahrt schlafe ich durchgehend. Nur um mich dann nach dem einchecken in das Hotelbett zum weiterschlafen zu legen.Dafür bin ich dann auch gegen Nachmittag wieder fit. Wir begeben uns in die Fußgängerzone Bielefelds. Sonntags, so sollte man meinen, hätte man die ganze Straße für sich. Denkste. Verkaufsoffener Sonntag. Wir müssen uns fast durch die Menge schlagen, aber irgendwie schaffen wir es ohne Handgreiflichkeiten zu Janins Hotel und von da aus zum Gasthaus zum goldenen M im Bahnhofsgebäude und somit gegenüber des Movies.

Während der anschließenden Wartezeit treffen wir viele Altbekannte Traumfänger und Stammgäste. Das Movie ist ein altes Kino, dass zum Club umgebaut wurde. Es hat genau die richtige Größe und ist sehr gemütlich, wie ich finde. Allerdings hat wohl jede Location ihre Macken. Heute heißt die Macke "Lichtmann".
Zur Vorgruppe ist das Licht quasi nicht zu gebrauchen. So singt Uwe seinen Song beispielsweise ohne einmal angeleuchtet zu werden und man kann nur erahnen, dass er singt.

Aber auch bei den Fishen scheint der Lichtmann seine eigenen Vorstellungen von Beleuchtung zu haben.  Einmal ist kaum Licht auf der Bühne, dann regelrechte Discobeleuchtung inklusive Blitzlichtern. Abwechseln wird die Band und das Publikum geblendet und die Farben wechseln im Minutentakt. Für mich ist wieder einmal klar: weniger ist mehr. Bitte für alle zukünftige Lichtmänner: Finger weg von den bunten Knöpfen!

Ansonsten ist das Konzert schön, einfühlsam und aufmerksam. Aber es ist wohl schwer gegen meine Erwartungen von Köln ranzukommen.

May

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Nordhorn - Scheune05.04.2008Tag 17

"Ihr sauft ja schon wieder!"

In unserem Hotel in Köln nutzen wir die Gelegenheit, um richtig auszuschlafen. Anschließend machen wir uns auf den Weg in das ca. 200km entfernte Nordhorn. Bevor wir auf die Autobahn fahren, machen wir noch eine unfreiwillige Rundfahrt durch die von Baustellen übersäte Kölner Innenstadt. In Nordhorn angekommen, checken wir in unser Hotel ein, das praktischerweise schräg gegenüber von der Scheune liegt. In unserem Zimmer, fühlen wir uns wieder wie in den 70er Jahren. Das Bad ist gleichzeitig der Eingangsbereich, und vom eigentlichen Schlafraum nur durch eine Wand getrennt. Und das alles zum Schnäppchenpreis für 68 Euro. Wir lassen unser Gepäck im Zimmer, und machen uns auf der Suche nach etwas zu essen und einem Supermarkt. Beides finden wir im Nordhorner Einkaufszentrum, das ebenfalls nur wenige Meter neben unserem Hotel liegt.

Als wir mit Essen fast fertig sind, treffen wir schon die ersten bekannten Gesichter, Silence Night und ihren Freund Colonel Spy. Während die Beiden sich um ihre Nahrungsaufnahme kümmern, gehen Maria und ich für die Wartezeit vor der Scheune Getränke einkaufen ;-)
Anschließend laufen wir dann auch gleich zur Scheune, und breiten vor dem Eingang unsere Decken aus, wo sich dann auch nach und nach die nächsten beiden bekannten Gesichter, Werner und Hubi einfinden. Unser Timing war wieder perfekt, denn gerade als wir uns einen Schluck Met genehmigen, kommt Rainer angelaufen und stellt fest "Ihr sauft ja schon wieder". Nach dem Einlass stellen wir fest, dass es sich wohl um eine der eher kleineren Locations der Tour handelt. Nicht so schlimm, denn wir belagern mit unseren Decken gleich die erste Reihe.

Das eigentliche Konzert war gut, kommt allerdings nicht an das des Vortages in Köln ran. Wie üblich bei Konzerten in eher kleineren Städten, besteht das Publikum hauptsächlich aus Einheimischen. Dies wäre an sich kein Problem, wenn dieser Personenkreis sich auch das Konzert ansehen würde, und die Veranstaltung nicht als Laberrunde mit Musikhintergrund ansehen würde. Leider ist  genau letzteres der Fall, was sowohl uns als auch die Band sichtlich nervt. Besonderer Nervhöhepunkt: In der Pause beginnt genau jede Gruppe mit lauten "Blut Blut" Chören.

Die anschließende Autogrammstunde erinnert dann auch mehr an ein "Backstreet Boys" Konzert, denn dutzende von Fans belagern die Musiker mit Autogrammwünschen, was an sich ja normal ist, allerdings habe ich es in diesem Ausmaß bei einem Fish Konzert noch nicht erlebt.


Wir sehen uns dieses Schauspiel noch eine Weile lang an, und machen uns dann auf den Weg in Richtung der gegenüberliegenden Straßenseite zu unserem Hotel.

Daniel

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Köln - Kulturkirche
04.04.2008
Tag 16

Ein Kirchengang der besonderen Art

Vorweg: Sorry für den langen Eintrag, aber diesen zu kürzen würde dem Konzert nicht zustehen.

Nachdem ich am frühen Morgen in Wetzlar mit einem tollen Blick über den Dom, die Lahn und dem idyllischen Ufer überrascht wurde, gingen wir erstmal nachsehen, ob die Autos noch stehen. Und ja, sie waren noch da und nicht abgeschleppt. Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es dann ab nach Köln.

Dort angekommen machen wir uns gleich auf dem Weg in die Innenstadt, um den Dom anzuschauen und noch ein bisschen zu bummeln. Unter anderem wollen wir die neue CD einer gewissen Mittelalterrockband kaufen, die heute erscheinen soll. Aber nach 2 Elektronikmärkten und der Auskunft, dass die CD nicht geliefert wurde, geben wir auf. Doch jeden Tag eine gute Tat. In einem der Märkte entdecken wir die Fish-CDs eingequetscht zwischen Schlagersängern. Das haben wir gleich umsortieren lassen und auch den Verkäufer zum Konzert eingeladen. Aber irgendwie kam mir der Verdacht, dass ihn das weniger wegen der Musik interessiert hat…

Nach einer Stärkung mit halbwarmen Vorspeisen und leckerer Pizza geht es dann per U-Bahn zur Kirche. Und dabei verlaufen wir uns wirklich nur einmal! Die Kölner sind doch alle hilfsbereit und so erklärt uns eine ältere Dame den restlichen Weg. Vor der Kulturkirche finden wir dann alle anderen Traumfänger. Schon von außen mutete dieser Veranstaltungsort wahrlich anders an. Es ist klar, dass das kein gewöhnliches Konzert wird.

Nach Einlass verstärkt sich dieser Eindruck noch. Wie bei einem Gottesdienst sind die Bänke aufgebaut. Nur die ersten beiden Reihen bestehen aus Stühlen. Nicht zuletzt durch die eindrucksvolle Beleuchtung der Kirche entsteht schon jetzt eine besondere Stimmung.

Als Vorband tritt wieder der Schulz auf. Aus Zeitmangel sogar eine Viertel Stunde zu früh. Der kommt sehr gut beim Publikum an. Das äußert sich vor allem bei den "Wahren Assis", als zuerst noch zögerlich, aber zuletzt das ganze Publikum aufsteht.
Der Eindruck des Publikums verstärkt sich dann im Laufe des Abends. Die Fishe werden herzlich empfangen und die Atmosphäre in dem Gotteshaus gibt all dem eine besondere Note. Keine heilige, dafür sorgt vor allem "Cathedral", der noch nie besser gewirkt hat als mit einem Kirchendach über den Köpfen. Wegen der guten Akustik wird ein alter Bekannter rausgekramt: Farewell wird für die "zurückgebliebene Weiblichkeit" gespielt. Rainer bekommt bei einem Tatsachenbericht wieder sein Fett weg, als er als Bildleser geoutet wird. Dies bestritt er natürlich. Aber auch wenn es wirklich sehr witzig war bleibt das Konzert doch vor allem wegen der Stimmung und der Energie, sowohl auf als auch vor der Bühne in Erinnerung. Selten stehen die Zuschauer schon vor dem letzten Lied. Aber auch die Zugabe an sich ist voller Gänsehautfaktor. Doch zuerst wacht der unfreiwillige Mitfahrer Udo auf und gibt sein Ständchen. Aber danach singen Publikum und die Band "Anders sein". Kaum einer bleibt unberührt. Zu mehr Zugaben reicht die Power, vor allem für die Stimmen nicht mehr. Es bleibt aber trotzdem eines der besten Konzerte, die ich miterleben durfte.

Danke Köln, danke Jungs, danke dem Hausherren und danke an das wunderbare Publikum!

P.S.: Wegen der unglaublichen Location wurde auch hier das Versprechen abgegeben, wenn es denn irgendwie möglich sein kann, die geplante DVD in der Kulturkirche aufzunehmen.

May

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Gießen - Jokus
03.04.2008
Tag 15

Es ist wieder Schnittchen-Zeit!

Fulda - ca. 10:00h - ich stehe gemütlich auf, nehme eine heiße Dusche, und bereite mich auf die Weiterfahrt nach Gießen vor. Maria hat es nicht ganz so gut - ihr Wecker klingelt bereits um 6:30h, und sie hat noch einen Arbeitstag vor sich. Gegen 14h komme ich dann in meinem Hotel in Wetzlar an (einem Vorort von Gießen), das sich mitten in der Altstadt befindet. Nach etwas Stadtbummeln und Forum lesen bzw. schreiben, mache ich mich dann auch auf den Weg Richtung Jokus. Unterwegs erhalte ich noch einen Anruf von Maria, ich soll Red Bull mitbringen. Gesagt, getan, und beim Burger King nehme ich mir noch einen Cheeseburger mit - eigentlich für mich, doch Maria sieht das wohl anders. Mit großen, flehenden Augen und ihrem gesamtem Charme schafft sie es, mir nicht nur das Red Bull, sondern auch den Cheeseburger abzuschwatzen [Anm. d. Red.: Ich (May) hatte den ganzen Tag nichts gegessen!]. Verhungern muss ich trotzdem nicht, da die nach und nach eintreffenden Traumfänger ebenfalls Vorräte dabei haben. Janin hat Prosecco dabei, Esther Salzstangen, Nachteule diversen Süßkram, und natürlich zu guter letzt hat Dirk 2 große Tupperdosen mit seinen berühmten Schnittchen dabei. Ich muss gestehen, dass ich diese Schnittchen bisher nur vom Hörensagen kenne, und da mir alle davon vorgeschwärmt haben, ist meine Erwartungshaltung auch recht groß. Und sie wird nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. Wirklich sehr lecker!

Damit vergeht die Wartezeit bis zum Einlass auch wie im Flug, die letzten Minuten sind dann doch etwas ätzend, da sich der Einlass um eine geschlagene halbe Stunde verzögert. Wir nehmen unsere Plätze in Beschlag, und dann geht es auch schon pünktlich los mit Daniel Schulz. Zu unserer großen Freude hat er einen neuen alten Song (laut Daniel ist der Song schon ein paar Jahre alt, wurde aber mit Ausnahme von der Probe in Annaberg noch nie gespielt) im Programm, den Uwe präsentiert.

Anschließend betreten Fish & Friends die Bühne, und die Jungs scheinen sich nach dem gestrigen Abend einigermaßen erholt zu haben, denn sie sehen allesamt fitter aus, und sind auch deutlich besser gelaunt. Die gute Laune hält auch das ganze Konzert über an. Als Highlight präsentiert am Ende noch Udo "Deutung" Lindenberg eine neue Version von "In Kiel" (ja, kein Schreibfehler).

Nach dem Konzert fahren Maria und ich zu unserer Pension, und stellen fest, dass die sage und schreibe 5 Parkplätze die zum Haus gehören belegt sind. Unmittelbar daneben eine ganze Reihe von freien Parkplätzen der Volksbank, die mit einem Schild "unbefugte Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt" versehen sind. Nach einer kurzen Diskussion entscheiden wir uns mangels Alternativen das Risiko einzugehen, dass unsere Autos morgen abgeschleppt sind, lassen sie  dort stehen, und fallen in unsere Betten.

Daniel

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Fulda - Kreuz 
02.04.2008
Tag 14


Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz

Ja, das war es wohl. Eric sprach sogar von einem Fluch. Das mag man sogar glauben, wenn man sich die Ereignisse betrachtet.
Dabei hat alles so gut angefangen.
Staulos und wesentlich schneller als mein Routenplaner mir weis machen wollte kam ich gut nach Fulda durch und war eine geschlagene halbe Stunde vor unserer verabredeten Zeit in der Stadt. Sogar die Straße fand ich gut und einen Parkplatz. Aber die Ernüchterung ließ nicht lange auf sich warten. In der Straße fand ich einfach keinen Club und es dämmerte mir recht schnell, dass ich wohl die falsche Adresse aus dem Internet geschrieben hatte.


Also ab ans Handy und Daniel angerufen, stolzer Besitzer eines Navis und somit in der Lage mich abzuholen und richtig zu leiten. Vielleicht sollte ich mir doch mal ein Navi zulegen...
Fast eine Stunde nachdem ich die Stadtgrenzen von Fulda überfahren hatte kam ich dann auch mal am richtigen Ort an und wir waren schon nicht mehr die Ersten. Aber immerhin die 3. und 4.


Zwischenzeitlich nutzte ich die Gastfreundlichkeit von dem Cafe gegenüber und dankte es mit einem Kauf der weltbesten weißen heißen Schokolade. Schon bald stießen dann Sunny und ihre Begleitung zu uns und nach kurzer Zeit und ein paar mal hin- und herlaufens gingen dann auch schon die Türen auf.
 

Der Club war recht groß für ein Fishkonzert. Und wo man in Hamburg noch stehen musste, hätte hier jeder Einzelne Platz für ein Picknick gehabt. Sprich: es war nicht wirklich voll, kaum einer musste stehen oder auf dem Boden sitzen.
Die nächste Ernüchterung blieb nicht lange aus. Da ich und wohl auch die Anderen schon ewig nicht mehr in den Fuldathread geschaut hatten, wussten wir nicht mehr, dass Sandra und Anhang auch kommen wollte. Und so reservierten wir leider keinen Platz für die Beiden in der ersten Reihe. Aber da nicht voll war, war auch noch ein durchaus akzeptabler Platz in der 2. Reihe zu bekommen. Hier nochmal ein großes Entschuldigung!

 

Für mich, die nicht in Hamburg war, gab es heute eine kleine Premiere. Der Schulz spielte als Vorband. Dank seiner Aufforderung vor der Show machten wir ordentlich Lärm, den er auch so verdient hätte. Die Demo-CD liegt seit Positz bei mir daheim. Aber heute durfte ich die Sachen auch mal live hören. Hat super Spaß gemacht und ich freue mich wirklich, dass er bei so vielen anderen Konzerten noch Vorband ist.

 

Die Fishe waren zu Beginn angeschlagen, aber zumindest der Frontmann und Namensgeber sehr gut gelaunt. Erkennbar nicht zuletzt wegen seiner Redseligkeit. Die erste Hälfte war auch wirklich spaßig und locker. Nur B. Deutung und Rainer sahen eher leidend aus. Gute Besserung an die Beiden!
Doch die zweite Hälfte war eine Drehung um 180 Grad.
Ein Saitenriss nach dem anderen, lange Zwangspausen wegen dem Wechseln, Deutung blieb die meiste Zeit der Bühne fern und Erics Stimme wurde immer angegriffener. Und auch die Laune sank dementsprechend schnell und tief, zumindest auf der Bühne. Es wurde mehrmals von Abbrechen geredet und das war gar nicht so unglaubwürdig. Nachdem die dritte (oder war es gar die vierte?) Saite gewechselt wurde, wurde das Programm straf und schnell durchgezogen, kaum noch Ansagen. Und zur Zugabe schließlich war Eric kaum noch in der Lage "Anders sein" durchzusingen.

 

Trotz alledem blieb das Publikum aufmerksam und wirkte keinesfalls enttäuscht oder übel gelaunt. Die Stimmung im Saal war durchgehend gut, aufmerksam aber nicht zurückhaltend.
Somit ein wirklich anderes Konzert, aber keineswegs ein schlechtes.

 


Um 2:30 bin ich dann irgendwann auch mal daheim und falle ins Bett, um knappe 4 Stunden später wieder auf die Beine zu kommen. Aber morgen ist auch noch ein Tag und danach kann ich halbwegs ausschlafen.

 

May

 

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Hamburg - Headbangers Ballroom

31.03.08
Tag 13

 

 

Beim zweiten Anlauf klappts auch mit dem Sitzen

 

Hamburg, die Zweite. Ich schlafe gemütlich aus, und frühstücke eine Kleinigkeit in einem Cafe. Anschließend bin ich für 1-2 Stunden im Hotel, und schaue, was es neues in unserem Forum und im Netz gibt.

Zum Mittagessen treffe ich mich mit Janin und Hagen, und wir setzen uns in ein kleines Pub direkt neben dem Ballroom. Bei mir gibt es Fish & Chips - "ekelhaft" findet Hagen, mir hats trotzdem geschmeckt. Als wir fertig mit essen sind, stößt Lutz noch zu uns,  und wir machen eine kleinen Rundgang über die Reeperbahn und durch die Hafengegend. Anschließend landen wir wieder im gleichen Pub, und trinken noch was. Dabei kommt uns eine geniale Idee: Wir gründen einen "Daniel Schulz" Fanclub. An dem Namen wir gerade noch gefeilt. Dann geht's weiter zum Ballroom, und wir warten auf den Einlass, in der Hoffnung, dass heute weniger Besucher anwesend sind als gestern, und es, wie üblich, ein Sitzkonzert wird. Diese Hoffnung erfüllt sich glücklicherweise dann auch. Ab heute supportet Daniel Schulz die Fishe, und wie ich finde macht er seine Aufgabe auch (wie immer) sehr gut. Leider wissen seinen Auftritt nicht alle anwesenden zu schätzen, und es gibt eine Geräuschkulisse aus Gelaber im Hintergrund, die vor allem bei den ruhigen Songs nervt. Daniel lässt sich davon aber nichts anmerken. Dann beginnt der Auftritt von Eric & Co. Die Jungs sind immer noch sichtlich angeschlagen (vor allem Erics Stimme hört sich wenn er spricht heißer an), aber auch merklich gut gelaunt und entspannt. Die erste Konzerthälfte läuft ab wie üblich, in der zweiten geben sich die Jungs sichtlich mühe, das Programm etwas umzugestalten, da laut Erics Aussage über 30 Doppelkarten verkauft wurden. Das absolute Highlight dabei ist Deutungs Auftritt als Udo Lindenberg, und Erics Lesung aus dem kommenden Subway Buch. Die Setliste wird ebenfalls leicht abgeändert.

Alles in allem eine super schön entspanntes Konzert. Nach dem Konzert halte ich dann noch etwas Smalltalk, und begebe mich dann wieder in mein Hotel.

Daniel

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Hamburg - Headbangers Ballroom 

30.03.08
Tag 12

 

Waffen verboten!

Am morgen in Rostock schlafe ich erst einmal gemütlich aus, und mache mich dann auf dem Weg zum Bahnhof, um nach Hamburg zu fahren. Die Fahrt verläuft reibungslos, und knapp 2 Stunden später, gegen 15 Uhr nachmittags, komme ich in Hamburg an der S-Bahnhaltestelle "Reeperbahn" an, wo sich unmittelbar gegenüber mein Hotel befindet. Als erstes fallen mir die Schilder am Straßenrand auf, z.B. "Waffen verboten", darunter die Symbole von Baseballschlägern, Pistolen und Pfefferspray die durchgestrichen sind. Darunter "zu Ihrer Sicherheit wird der gesamte Bereich videoüberwacht". Direkt neben dem Hotel befinden sich mehrere Nachtbars und Erotikclubs, dazwischen noch ein LIDL, der sogar am Sonntag geöffnet hat. Dort decke ich mich dann mit Getränken ein, und stelle fest, dass es Einkaufswägen mit Wegfahrsperre gibt. Das sieht so aus: Der LIDL ist erstens komplett videoüberwacht, und zweitens von einer roten Linie umgeben. Überfahrt man mit einem Einkaufswagen die rote Linie, blockiert die Wegfahrsperre die Räder, und ein Alarm wird ausgelöst. So steht es zumindest auf den Schildern, einen praktischen Versuch habe ich nicht unternommen. Ich laufe dann noch etwas durch die Gegend, und mache mich dann auf dem Weg zum "Headbangers Ballroom", der nur wenige Gehminuten entfernt ist (das war übrigens mein Hauptbeweggrund für ein Hotel in dieser Gegend).

Dort angekommen, stelle ich fest, dass ich der Erste bin, allerdings nur für 5 Minuten, dann gesellen sich weitere Traumfänger und Fish Fans dazu.  Janin versorgt die Anwesenden mit Prosecco, und so vergeht die Wartezeit dann auch wie im Flug. Ich habe ja schon vorher von mehreren Leuten gesagt bekommen, dass der Ballroom eine kleine Location ist. Aber das ist noch untertrieben. Überspitzt ausgedrückt, hat es in meinem Wohnzimmer zuhause genau so viel Platz. Zum Vergleich: Der Laden ist etwa halb so groß wie der Mau Club in Rostock, wo Eric am Vortag gespielt hat, es sind aber genauso viele Leute anwesend. Es passiert dann auch das Schlimmste, was bei einem Fish Konzert passieren kann: Der Veranstalter fordert alle Anwesenden auf, sich hinzustellen, und es wird ein Stehkonzert. Trotzdem steht man noch relativ dicht gedrängt. Die Jungs haben ihr bestes gegeben, und die Stimmung im Publikum war recht gut, wenn es auch wieder eine Labertaschen an der Bar gab. Aber, ein Stehkonzert bei Fish drückt einfach die Stimmung, und mindert die Atmosphäre. Ich hoffe, dass morgen Abend weniger Leute anwesend sein werden, und die Möglichkeit zum hinsitzen da ist.

Ein kleines Highlight gibt es noch: Daniel Schulz, der eigentlich erst für das morgige Konzert als Support angekündigt ist, ist Anwesend, und Spiel im Duett mit dem Tagträumer "Die Wahren Asis", und präsentiert im Laufe des Konzerts seinen Song "Du kannst alles haben". Sein Kurzauftritt macht Lust auf mehr, und lässt neben der Hoffnung auf Sitzmöglichkeiten die Vorfreude für den morgigen Abend ansteigen.

Daniel

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Rostock - Mau Club

29.03.08Tag 11

 

Herzlichen Glückwunsch B. Deutung! 

 

Nach 5 Tagen Zwangskonzertpause (Arbeit lässt grüßen) bin ich ab heute wieder mit dabei - diesmal bis Tourende in Worms. Leider für 3 Konzerte ohne meine Dauerbegleitung May, die erst ab Fulda wieder mit dabei ist. Rostock ist das am weitesten von meiner Heimat entferntesten, welches ich besuche (Map24 zeigt 821km von meiner Haustür zum Club an). Dementsprechend früh (6:30h) muss ich aufstehen, und verbringe Großteil vom Rest des Tages im Zug. Die Fahrt verläuft ohne Zwischenfälle, und so bin ich gegen 16h in meinem Hotel in Rostock, dass sich praktischerweise direkt gegenüber vom Mau Club befindet. 

Da sich sowohl Hotel als auch Club direkt am Ufer befinden, gehe ich dort noch etwas spazieren (Fotos dann später im Flashback Thread). Anschließend treffe ich mich mit Kathrin und Begleitung, und wir stellen fest, daß wir, obwohl wir 90 Minuten vor Einlaß da sind, nicht die Ersten sind. Die Wartezeit vergeht trotz verspätetem Einlass wie im Flug, und ich lerne wieder jede Menge neuer Leute kennen.

 

Pünktlich um 21 Uhr beginnt der Tagträumer mit seinem Auftritt, der, wie Hagen schon berichtet hat, seine Setliste umgestellt hat. Dies ist meiner Ansicht nach gelungen, denn der Auftritt gefällt mir noch besser als der in Magdeburg. Seemannslieder scheinen ihm wohl zu liegen.

 

Nach einer kurzen Umbaupause kommen dann Fish & Friends auf die Bühne. Die erste Hälfte verläuft ohne besondere Ereignisse, abgesehen davon dass ich den Eindruck habe, jeden Moment vor Müdigkeit vom Stuhl zu kippen, da mir die lange Fahrt doch noch ziemlich in den Knochen liegt. In der Pause kippe ich zwei Redbull in mich rein, und gehe an die frische Luft, anschließend fühle ich mich gleich schon viel fitter.

 

Eric und seine Jungs kommen wieder auf die Bühne, und Eric bestellt bei der Bar mit einer super Laune einen Kasten Bier (für die Zuschauer) und 3 Flaschen Sekt (eine für die Band und zwei für die Zuschauer). Nach der Bestellung verkündet er auch den freudigen Anlass: B. Deutung ist ab sofort offizielles Bandmitglied. Man merkt der Band und dem Publikum die gute Laune an, und der Rest des Konzerts verläuft sehr emotional. Meine Müdigkeit ist dann auch wie weggeblasen. Gegen Ende gibt es noch eine weitere Ankündigung von Eric: Man plant eine DVD auf  einem Schiff in Rostock aufzunehmen, als Termin ist wohl September geplant.

 

Nach dem Konzert bin ich dann doch froh, dass mein Hotel direkt gegenüber liegt, ich schreibe noch kurz einen Flashback Bericht, und falle dann in einen Tiefschlaf.

 

Daniel

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Bremen - Lagerhaus27.03.08Tag 10

 

Handy aus!

 

Nach ein paar Emails mit meinen Kollegen sind die Probleme des Vortags zwar nicht aus dem Weg geräumt, aber ich habe beschlossen, sie einfach zu ignorieren und meine Konsequenzen aus der Ignoranz und Gleichgültigkeit zu ziehen. Ich werde die selbst gesetzten Vorsätze an diesem Abend aber gleich verletzen. Ein Tipp an alle, die konsequent sein wollen: Handy aus!

 

Die Anreise nach Bremen ist nicht sonderlich schwierig. Janin ist schon vor Ort und ich nehme noch einen Bekannten mit. Der Einlass ist auf 19.00 Uhr terminiert, also geht's um 18.00 Uhr los in Richtung Weser. Das Lagerhaus ist dank Navigationssystem leicht zu finden. Leider darf man in die Straße nicht rein fahren und die nächste Querstraße ist gesperrt. Parkplätze sind Mangelware, die Gassen verwinkelt, mein Auto zu breit und alles vollgestellt. Irgendwie schaffen wir es dann doch noch direkt an der Weser einen Parkplatz zu ergattern und laufen halt die paar Meter. 5 vor 7 sind wir dann im Club, rechtzeitig zum Einlass.

Das Lagerhaus ist nicht sonderlich groß, unbestuhlt aber gemütlich. Heute geht es direkt vor die Bühne, die genau die richtige Höhe hat, um sich keine Nackenversteifung zuzuziehen. Nach und nach Treffen diverse Bekannte ein, die Janin zwangsverpflichtet hat, sich das Konzert anzusehen . Der Tagträumer beginnt das musische Programm und dann geht das eingangs erwähnte Handy. Also verpasse ich einige seiner Lieder um meinen Chef anzurufen *grummel*.

 

Leider ist der Club mitten in Bremen und Eric hat Order, bis 23.00 Uhr fertig zu sein. Demnach ist das Programm zwar vollständig aber auch arg gestrafft. Fast keine Kommentare zwischen den Songs und die Songs werden teilweise auch merklich schneller gespielt.

Ein Vorteil, direkt vor der Bühne zu sitzen ist, dass man sowohl Gerits als auch Deutungs Kommentare versteht. Letzterer meint zu Eric, dass er seine goldene Schallplatte (hat er mit Subway für die Nackt-DVD bekommen) einschmelzen lassen will, weil der Goldpreis momentan so hoch ist. Das Konzert vergeht viel zu schnell, auch wenn die obligatorische Zugabe (Anders sein) entgegen der Weisung erst um 23.30 erklingt. Anschließend versucht Eric zu erklären, dass sie aufhören müssen, bricht den Versuch aber schnell ab und spielt noch "Im Spiegel". Damit ist dann aber leider tatsächlich Schluss und der Club wird schnell geräumt.

 

Fazit: Ein weiteres wundervolles Konzert (endlich eins bei dem Janin dabei war) und erneut viele nette Menschen wiedergesehen, was will ein Traumfänger mehr. Lehrreich war es auch: Wenn man nicht gestört werden will, dann muss man das Handy ausschalten!


Hagen

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Hannover - Musikzentrum
26.03.08
Tag 9

 

Gewonnen!

 

Im letzten Jahr fand an gleichem Ort, im Hannoveraner Musikzentrum, das Record-Release-Konzert zu "Gegen den Strom" statt, und den überraschten Gästen wurde "Der Schulz" erstmalig vorgestellt. In diesem Jahr ist zwar leider keine neue Fish-und-Friends-Scheibe angekündigt, und auch Daniel zieht es vor, in der Sonne zu braten anstatt sich der Kälte der niedersächsischen Landeshauptstadt auszusetzen, dafür steht "Der Tagträumer" schon vor dem Konzert als Support fest.

Leider verläuft der Tag bis zum Konzert für mich aufgrund einiger unschönen Telefonate mit Kollegen weniger angenehm, aber das mag ich hier nicht auswalzen. Jedenfalls habe ich alles andere als einen freien Kopf als ich nach knapp 4 Stunden Fahrzeit durch Schnee und Baustellen 15 Minuten vor Einlass (19.00 Uhr) am Musikzentrum eintreffe. Es ist kalt, aber das erwähnte ich ja bereits  Das erste Gesicht, das ich erkenne ist dann auch gleich "Der Tagträumer", der etwas gestresst aussieht. Er berichtet mir, dass Eric und Co. erst nach 18.00 Uhr ihren Weg nach Hannover gefunden haben; tja, Ferienende in Niedersachsen halt.

 

Der Einlass beginnt nach ein paar Gesprächen mit Pedding und Lars, die 2007 in Magdeburg Eric unterstützen durften, trotzdem fast wie geplant. Statt der anvisierten 16 Euro bekomme ich meine Karte für 15 Euro an der Abendkasse und suche meinen Weg ins Innere. Dort ist es dunkel, warm, voll und teilbestuhlt. Ein Stuhl ist dann auch schnell meiner. Nach weiteren Hallos (u.A. Werner, Andrea, etc pp.) geht das Konzert los. Der Tagträumer hat sein Programm auf Anraten Erics umgestellt und ist deutlich entspannter als noch in Magdeburg. Sogar die Hannoveraner singen heRUM. Das Fish-Programm ist analog zu dem in Magdeburg, nur DIE Frage wird dieses mal anders gestellt: Wie heißt das Lied und wie die Platte und wie lang ist das Lied. Da das KEINER komplett weiß, ist Eric der Meinung, dass ich (Hagen) gewonnen hätte. Ok, Lied und CD weiß ich, aber ich habe geschwiegen. Sei's drum, den Sekt nehme ich dankend von Rainer entgegen, öffne ihn und versuche ihn, nach einem initialen Schluck, weiterzureichen, was gar nicht so einfach ist. Irgendwie mag Hannover keiner Sekt. Später outet Eric die "Jungs" als Bild-Leser und bedauert Bill von Tokio Hotel, dass dieser seine Stimme verloren hat. Naja, Bill musste ja auch letztes Jahr GANZE 43 Konzerte spielen.

 

Um den Bogen zum Vor-dem-Konzert-Teil zu schließen, sei gesagt, dass die Musik es geschafft hat, mich vom Stress ein wenig abzulenken. Danke an die Jungs auf diesem Wege hierfür! Nach dem Konzert und weiteren netten Unterhaltungen (JA, ich merk mir den Namen Nicole dieses mal) geht es dann weiter in den Norden, denn morgen ist Konzert in Bremen, und Hannover lag schlussendlich "nur" auf dem Weg zu Janin.

 

Hagen

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Berlin - Kesselhaus
25.03.08
Tag 8

 

Pleiten, Pech und Pannen

 

Das Kesselhaus ist zumindest mir ja schon von einigen Konzerten bekannt, aber dieses Konzert hat alles getoppt. Gegen 17.00 fuhren wir Zuhause los, mit dem Ziel, vorher noch schön zum Chinesen essen zu gehen. Nachdem wir uns die Bäuche vollgegessen hatten ging es dann los zur Kulturbrauerei, wir fanden sogar einen Parkplatz in der Nähe. Mit unserer Decke bewaffnet machten wir uns auf zum Kesselhaus und welch ein Wunder - um 18.45 Uhr waren wir wieder mal die ersten und hatten auch dieses Mal den Soundcheck für uns. Nach nur 20 Minuten Wartezeit ließ uns ein freundlicher Unbekannter in einen Zwischenraum (ich würd mich hier rein stellen - da ist es auf jeden fall wärmer) wo wir prompt vom nächsten Menschen eingeschlossen wurden. Nun ja wärmer war es da wirklich. Also saßen wir jetzt direkt vor der Halle. Inzwischen war Albi mit seinem Soundcheck dran - neu für uns war, dass auch ein Bass mit probte. Nun ja so nach und nach fing das Team vom Kesselhaus an rumzuwuseln und wir wurden an unserem gemütlichen warmen first class Warteraum als nicht befugt entdeckt. So standen wir, wie uns nun erklärt wurde, bereits hinterm Einlass und man müsse erst mal prüfen ob das so in Ordnung ginge. Scheinbar schon, denn der nette Herr kam nicht wieder. Gegen 19.40 wurden wir dann doch wieder vor den Einlass befördert wo wir feststellten das inzwischen auch ein paar andere Fishfans angereist waren. Nachdem wir dann endlich in die Halle durften besetzten wir auch gleich die erste Reihe.


Bei Albi fingen die kleinen Schlamassel dann an. Aber das Tonproblem wurde nach nur fünf Minuten Diskussion dann doch behoben (ja er hatte alle Knöpfe richtig gedrückt, aber den Tonabnehmer auf Mute gestellt). Der Stimmung hat es nicht geschadet. Das Rätsel "Bass" sollte nun auch gelöst werden. Alfons hat meine Theorie der durch geknallten Bassisten mal wieder voll bestätigt und eine tolle Stimmung verbreitet. Albi selbst schien erfreut das wir uns an die Mitsingparts des Publikums noch erinnern konnten, auch wenn mit einmal sehr viele Blicke auf uns ruhten. Alles in allem bin ich spätestens jetzt davon überzeugt mir die Platte zu holen, wenn sie denn endlich mal erscheint.


Dann begann endlich das Konzert - wiedermal ohne Gitarrenton (Uwe: Machst jetzt einen auf Albi oder wie?) was dieses mal nicht der Fehler vom Künstler war. Als Gastkünstler begrüßten wir den Schlagzeuger von Pothead eine echte Bereicherung für Indian Song. Mein persönlicher Höhepunkt war der Gastauftritt von Pascal die Am Strand mit einem Gänsehautfeeling ergänzt hat. Bei Auf Kiel riss Eric dann auch noch eine Saite, so langsam hatte ich Mitleid (wie Eric uns später verriet riss auch die Saite die er als Ersatz in der Pause aufziehen wollte - Murphys Gesetzt!). Alles in allem war es ein wunderschöner Abend der zwar der familiären Stimmung vom Vortag nicht das Wasser reichen konnte aber dafür ein aufmerksameres Publikum hatte. Auch wenn wir vom Team nur eine halbe Stunde nach dem Konzert quasi aus der Halle geworfen wurden. Es war einfach nur schön. Ich komme gerne wieder!


die flashi

 

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Kremmen - Theater tiefste Provinz
24.03.08
Tag 7

Was machst du da eigentlich die ganze Zeit?

 

Kremmen war mir persönlich noch von früheren Motorradtouren wenigstens vom sehen und hören her bekannt. Das Scheunenviertel und die Tiefste Provinz nicht. Nur wie da hin kommen so ganz ohne fahrbaren Untersatz?! Zum Glück bekamen wir einen Kombi ausgeliehen den wir an diesem Abend noch füllen sollten. Aber da dieses Örtchen an sich in einer schönen Landschaft liegt hatten wir beschlossen etwas früher loszufahren und noch ein wenig spazieren zu gehen. In letzter Sekunde konnten wir die 10 km Stau auf der A10 umfahren und kamen gegen 16.15 Uhr in Kremmen an. Die Sonne hatte sich verzogen - nichts war mehr mit spazieren gehen. Also beschlossen wir die entsprechende Scheune schon mal zu besichtigen. Das war leichter gesagt als getan, denn die Scheune Nummer 11 liegt nicht wie zu erwarten war in der Umgebung von Nummer 12 sondern am andern Ende vom Scheunenviertel. Dort angekommen stellten wir fest: wir waren die Ersten und es war schweinekalt. Die einzigen Verrückten die warteten blieben wir noch bis 17.45 Uhr. Mit unserem frühen Erscheinen haben wir wohl auch das Team der Tiefsten Provinz verwundert ("Sagt mal Mädels ist euch nicht langsam mal kalt?) aber es hat uns zu dem Genuss des Soundchecks verholfen. Nach dem Einlass stellten wir zwei Dinge fest: Erstens - sehr gemütlich Zweitens - leider nicht sehr warm aber wozu hat man denn sonst Decken bei?
Als kleine Überraschung vorneweg gab der gute Andreas (Dalibor) noch eine kleine Probe seiner Musik. So sollte es dann für uns volle Dosen regnen und alle waren von dieser Idee begeistert.


Albi hat seine Sache gut gemacht auch wenn wir das Ende von "She drives me Crazy" vermasselt haben, so weiß er jetzt doch das seine Seite bei myspace durchaus bekannt ist.
Das Publikum tat sich zum Anfang von Fish noch etwas schwer, aber freazy und ich haben auch allein und aus vollen Lungen "dei dei" gesungen und zum Ende des Konzertes einige Zuschauer von der Wirksamkeit dieser Melodie überzeugen können. An Daniel und May wurde auch noch einmal gedacht, nachdem Eric dann doch mal wissen wollte was ich da die ganze Zeit lang kritzeln würde (Amerkung: Die Setliste) aber Gerit wusste sofort wessen Dienst ich da übernommen hatte.


Nach vier Stunden verklang "Anders sein" und die Tiefste Provinz war wieder ruhig. Bei dem Genuss einer Cola vor der Abfahrt gabelte ich noch zwei Mitfahrer auf und füllte meinen geliehenen Kombi. Rainer stellte unterwegs noch fest das meine Bremsen funktionieren, dass es nicht glatt war und das Tracy Chapmann nicht zu ASP, Unheilig und The Villains passt aber dennoch schön wäre. Gegen drei Uhr trudelten wir dann auch in meiner Wohnung ein und konnten endlich schlafen.


die flashi 

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Magdeburg - Festung Mark23.03.08Tag 6Alter Platz - neue TechnikDie Festung Mark ist mir und Daniel noch aus dem letzten Jahr bekannt. Damals war Mai und das Wetter zwar regnerischer, dafür aber wärmer. Aber das war nicht der einzige Unterschied. Vor einem Jahr war voll, aber meines Wissens lange nicht ausverkauft. Diesmal schon, und lange vor der Abendkasse. Und letztes Jahr hatten ein Paar Pech und konnten wenig von der Bühne sehen, da der Konzertraum durch die räumliche Begebenheiten mehrere dicke Pfosten mitten im Raum stehen hat. Und hier kommt die neue Technik: im rechten Teil des Saals wurde eine Videoleinwand aufgebaut, so dass man wenigstens darüber ein bisschen was von der Bühne sehen konnte. Auch neu ist: es gibt Toiletten im Gebäude! Wo wir letztes Jahr über den Innenhof zu einem Dixiwagen laufen musste, gibt es diesmal richtige sanitäre Anlagen.Gleich blieb aber leider das feuchte, kühle Gebäude. Und da wir knappe 2 Monate früher dran sind als letztes Jahr, wird es schon fast ungemütlich. Aber wozu haben wir denn Decken dabei?Eine Premiere dürfen wir heute auch sehen. Der Tagträumer zum ersten mal Support für die Fishe. Und er macht seine Sache gut. Das Publikum macht auch gut mit, zumindest nach ein paar Startschwierigkeiten. Das Konzert wird für mich zu einem eher passiven und nachdenklichen Konzert. Unter anderem, weil ich weniger laut singen kann und auch das Klatschen schwierig fällt, da mir ein kleines Dornröschen auf dem Schoß sitzt. Aber genau das macht das alles für mich zu etwas Besonderen und zu etwas sehr schönen.Ich scheine auch nicht die Einzige zu sein, die heute emotionaler ist, als sonst. Denn die Jungs nutzen den Morgen dazu, das Grab von Gundermann in Hoyerswerda zu besuchen. Und genau das berührte wohl sehr.Noch ein Grund ein bisschen emotional zu sein ist der, dass ich erstmal eine Pause in der Tour einlegen muss und erst wieder in Fulda dabei bin. Was für die Meisten wohl unverständlich ist, treibt mir fast die Tränen ins Auge, als ich mich für nur knapp eine Woche von den Jungs und der jungen Dame verabschiede.May

 

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Hoyerswerda - Kulturfabrik
22.03.2008
Tag 5

 

Hoywoi - oder: Ihr seid so aufmerksam, dass es schon fast weh tut

 

Hoyerswerda - Wirkstätte Gundermanns. Und  eine der unansehnlichsten Städte weit und breit. Aber das ist wohl das Einzig negative an unserem Aufenthalts. Die Fahrt geht zügig, das Hotel ist super. Das benachbarte Restaurant lecker und günstig.

 

Nach ein bisschen Schlaf und dem guten Essen geht es für uns los in den knapp 2 Kilometer entfernten Club. Umringt von Plattenbauten und alten Industrieanlagen (?) befindet sich dieser in einem ähnlich hässlichen Gebäude und wir erwarten schon fast ein ähnlich atmosphärloses Innenleben. Aber weit gefehlt. Obwohl das eine der größeren Locations ist, kommt schon ohne Kerzenlicht und Gitarrenklang eine gemütliche Stimmung auf. Und so entspannen wir uns in den bequemen Stühlen und schlürfen Wasser und Tee.
Das Publikum ist gemischt. Aber unerwartet groß. Die Jungs spielen hier heute zum ersten Mal und so erwarten diese und auch wir weniger Andrang. Aber schon vor Einlass wird klar: hier sind wenige Neulinge. Fast alle, mit denen wir uns vor dem Eingang unterhalten, sind schon eingeschworene Stammgäste. Und wir bekommen sogar Bier angeboten, dass wir aber dankend ablehnen.

 

Und dieser Eindruck verstärkt sich auch beim Konzert. Wo wir schon einen hohen Lärmpegel erwarten, werden wir von einer aufmerksamen Stille überrascht. Manchmal zu aufmerksam, denn Eric vermisst die Kommunikationsfreude im Publikum. Da fällt der Satz "Ihr seid so aufmerksam, dass es schon fast weh tut", auch wenn ich ihn vor knapp 2 Jahren schon einmal hörte, damals bei Subway to Sally. Dennoch macht das Publikum gut mit, nicht zuletzt aufgrund der Menge an Traumfängern.

 

Der Abend hat mich persönlich sehr positiv überrascht,  denn meine Erwartungen waren eher niedrig. Ein insgesamt tolles Konzert!

 

May

 

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Annaberg - Buchholz
21.03.2008
Tag 4
 

 

"Ihr seid voll Hacke, wa?"

 

Eigentlich sollte heute ein Offday sein. Wir haben geplant, diesen in Annaberg zu verbringen, und uns, da man hier nicht viel unternehmen kann, sinnlos zu besaufen, und zu hoffen dass der Samstag bald kommt, wo es dann in Hoyerswerda weitergeht.  Zu unserer großen Überraschung und Freude verkündigte allerdings Eric am Vortag, dass er und seine Jungs ebenfalls in Annaberg bleiben, und den Tag zum "proben" nutzen wollten. Alle Anwesenden des Vortags wurden herzlich eingeladen. Für uns natürlich besonders perfekt. Aber nun zurück zum heutigen Tag. Nach einer mehr oder weniger schlaflosen Nacht (Die Heizung macht einen solchen Lärm, dass wir uns wie im Lied "Nägel im Kopf" vorkommen), bekommen wir von unseren sehr netten Gastgebern um 12 Uhr ein leckeres Spätaufsteherfrühstück. Danach entschlossen wir uns zu einem kleinen Stadtrundgang durch Annaberg und wir stellen fest, dass es doch größer ist als wir angenommen haben, denn wir verlaufen uns. Mit der Kirche als Orientierungspunkt, finden wir aber dann doch wieder zurück.

 

Da wir unsere Vorräte nicht stehen lassen wollen, nehmen wir uns diesen an und nach guten 30 Minuten ist schon die erste Flasche leer, und wir gut angeheitert und in perfekter Stimmung für die "Probe" der Fishe. Da die Bar nun offiziell geöffnet hat, gehen wir rüber, um festzustellen, dass wir bisher die einzigen Gäste sind und wir nehmen gleich die erste Reihe in Beschlag. Wir treffen dort auch auf Eric. Nach einigen Minuten stellt Eric fest "Daniel, ich hab dich noch nie so viel reden hören". Ein Zeichen dafür dass ich betrunken bin? Ich finde nicht :-) Die Band verschwindet erstmal und wir vertreiben uns die Zeit allein. Dann ist es auch schon viertel nach acht, mittlerweile sind vielleicht 40 bis 50 Personen anwesend, nur ein Drittel des Vorabends, was wir aber als angenehm empfinden, zudem tut es der Stimmung keinen Abbruch.  Der Anfang des Konzerts gleicht doch mehr einer Probe, aber so nach und nach entwickelt es sich dann doch zu einem richtigen Konzert, und zwar mit einer komplett umgeschmissenen Setliste. Neben einem komplett neuen Lied, das wir zum ersten mal hören, und das Eric laut eigener Aussage erst vor 2 Wochen geschrieben hat, gibt es auch viele Stücke zu hören die sehr lang nicht mehr gespielt wurden (z.B. "Ehrlich will ich bleiben). Sunny und Marie holen sich gegen Ende des Abends Nachschub und laufen den Parkour der Stuhlreihen. Eric stimmt grad seine Gitarre, und Uwe hat so genug Gelegenheit die Szene zu beobachten, und kommentiert sie mit "Ihr seid voll Hacke, wa?". Nach einer kurzen Atempause fügt er hinzu "bringt mir mal was zu trinken mit". Gegen 23:30h ist das Konzert zu Ende, und wir durften dank Maria nach langer Zeit das Lied "Traumfänger" wieder hören.  Die macht einen sehr fertigen Eindruck, und verschwindet auch recht schnell nach dem Auftritt. Wir tun das gleiche, und schwören uns, die nächsten Konzerte keinen Alkohol mehr zu konsumieren.

 

Daniel

 

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Annaberg - Buchholz
20.03.2008
Tag 3

Stau und Schneetreiben


Wie immer planen wir mit genügend Spielraum für unsere Fahrt aber wir fahren schon mit einer Stunde Verspätung los, da wir teilweise im Stau standen. Aber der nächste Stau kommt sofort. Und dann richtig heftig. Auf der A9 gab es  eine Vollsperrung. Dank Daniels Navi finden wir aber eine Ausweichstrecke, die noch nicht vollgestaut ist und irgendwann kommen wir wieder auf eine Autobahn, um wieder im eher stockenden Verkehr vorwärts zu kommen.Von dem Spielraum ist genau nichts mehr übrig und wir kommen genau zum Einlass an. Annaberg und Umgebung sind verschneit. Und ich sehe hier mehr Schnee als das ganze letze Jahr über. Im Laufe der Nacht wird es noch soviel schneien, dass sogar die Straßen wieder weiß sind.

Da wir erst zum Einlass da sind, bleiben auch keine wirklich guten Plätze für uns über und wir setzen uns in die letzte bestuhlte Reihe, die wir selbst bestuhlten.Aber die Laune lassen wir uns nicht verderben. Wir machen also in der letzten Reihe mehr Stimmung als im ganzen Saal. Aber nicht, dass keine Stimmung da wäre. Nein, es ist ein schönes Konzert und das Publikum trotz vieler Nebengeräusche sehr aufmerksam.

Albi ist wieder Vorband, diesmal mit seinem Schlaginstrumentespieler als Unterstützung. Er ist viel besser drauf und bringt viel mehr von der Bühne rüber.
Die Fishe sind ebenfalls in bester Laune. Das merkt man sofort und nicht nur, weil Eric das selbst gesagt hat.Ein neuer Programmpunkt wird eingeführt:  Witzestunde mit Uwe. Und die Witze sind so schlecht, dass sie wieder gut sind. Ansonsten läuft das Konzert gut, ohne große Pannen und wirklich sehr gefühlvoll.

Da wir im Haus schlafen werden wir auch nicht raus geworfen und wir verlassen den Saal erst mit den Fishen. Aber schon morgen sehen wir sie wieder. Denn es wird am Offday eine Probe geben. Bei dem jeder zuschauen darf.

May 

 

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Leipzig - Buchmesse
15.03.08
Tag 2

Buchmesse und Buchmacher

Wir haben uns um 9 Uhr zum Frühstück angemeldet. Also klingelt der Wecker schon um 8 Uhr - für unseren Geschmack viel zu früh. Wie es aussieht sind wir in unserem Hotel die einzigen Gäste, denn im Frühstücksraum ist außer der Bedienung und uns niemand. So haben wir das ganze Frühstücksbuffet für uns allein.

Wir frühstücken gemütlich, und machen uns anschließend auf den Weg in das ca. 120 Kilometer entfernte Leipzig. Auf der Fahrt schreiben Maria und ich noch den Tagebucheintrag für das Konzert auf dem Rittergut. In Leipzig auf dem Messegelände angekommen, muß Sunny ihre Fahrkünste beweisen, und wird durch einen Parkour aus Hütchen von den Einweisern gewunken, der quer über den riesigen Parkplatz geht. Am Ende angelangt, bekommen wir eine Parklücke zugewiesen, die gefühlte 10 Zentimeter breiter als Sunnys Punto ist.

Die Buchmesse als Location für ein Fishkonzert ist natürlich der volle Kontrast  zu dem gestrigen Abend im Rittergut. Insgesamt vier riesige Hallen, angefüllt mit Menschenmassen, daß man fast keine Möglichkeit hat sich die Stände in Ruhe anzufüllen, lassen die Vorfreude erst leicht sinken. Alles in allem vergeht die Zeit aber dann doch recht schnell, und 2,5 Stunden vor Konzertbeginn begeben wir uns zum schwarzen Sofa, um noch einen guten Platz vorne abzukommen. Dort quetschen wir uns zwischen Massen von kreischenden Manga Fans (es findet gerade eine Preisverleihung statt), was sich als kleine Tortour erweist. Diese lohnt sich aber, denn wir bekommen vier Plätze in der ersten Reihe mitte. Die restlichen 2,5 Stunden zum Beginn vergehen auch schnell. Unter anderem gesellt sich noch Ahu samt Begleitung zu uns, und wir dürfen beim Soundcheck zusehen. Bis zum Konzertbeginn sind alle Sitzplätze belegt, und die Leute stehen noch bis weit in die Halle hinein. Ich schätze daß es gut 2-3x so viel Zuschauer wie am Vorabend im Rittergut sind.

Das Konzert beginnt, und es herrscht eine Stimmung, mit der keiner von uns gerechnet hat. Absolute Hochstimmung, keine nervenden Nebengeräusche wie am Vorabend. Die fehlende Atmosphäre der Messehalle wird durch die gute Stimmung im Publikum mehr als ausgeglichen. Wir erfahren unter anderem von Rainer bei der Ansage von "Der Zocker", daß es auf einer Buchmesse auch Buchmacher gibt. Highlight des Abends ist natürlich der Auftritt von Bodenski, der Auszüge aus seinem Buch sowie selbstgeschriebene Geschichten (im Wechsel mit Eric) vorträgt. Ebenso tauscht Bodenski für 2 Songs den Platz mit Rainer, und singt gemeinsam mit Eric eine Akkustikversion von "Auf Kiel" und "Schlaflied".

Der Abend geht leider schneller vorüber als man es von einem Fishkonzert gewohnt ist, nach 2,5 Stunden erklingt mit "Anders sein" das letzte Lied. Wir halten noch ein bißchen Smalltalk, und begeben uns dann auf eine sehr lange Heimfahrt. Der erste Tourabschnitt ist vorbei, und wir freuen uns auf nächsten Donnerstag, wo es in Annaberg-Buchholz weitergeht.

Daniel

 

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Oppurg - Rittergut Positz
14.03.08
Tag 1

On the Road again

Und so sind wir wieder unterwegs. Unterwegs zum ersten Tag der Fishtour im neuen Jahr. Unser erster Treffpunkt liegt kurz vor der thüringischen Grenze. Wir sind komplett, neben uns beiden - Daniel  und May - sind Sunny, unsere Fahrerin, und Sonea dabei.

Ab geht es also. Noch etwa eine Stunde bis zu unserem Hotel in Neustadt an der Orla. Nach einer kurzen Pause fahren wir gleich nach Oppurg zum Rittergut Positz. Das Gut ist eine über 200 Jahre alte Anlage, die heute eine Pension und eine Gaststätte bewirtet. Und einen großen Saal, in dem auch das Konzert stattfinden wird.

Nach einem kurzen Stopp in der warmen Gaststätte, während dem Liberte und Dominik zu uns stoßen, stellen wir uns eine halbe Stunde vor Einlass bei schönstem Frühfrühjahrswetter mit blauen Himmel  vor den Eingang. Nur müssen wir etwas länger auf den Einlass warten, da die Band mit dem Soundcheck noch nicht fertig ist.  Dann um 19:15 Uhr endlich Einlaß und wir erobern die ersten Reihen. Natürlich nicht ohne Annika am Merch einen Besuch abzustatten und die Demo-CD "Sonic Sofa Session" von Daniel Schulz käuflich zu erwerben.

Um 20:25 fängt Albi mit dem Vorprogramm an. Schön zur Einstimmung.Eine knappe halbe Stunde später betreten Eric Fish und Freunde die Bühne. Viele neue Songs, viele neue Coverversion. Durch die Atmosphäre des Ritterguts wird der Auftritt noch unterstrichen. Doch leider ist das Publikum sehr laut und wir haben das Gefühl, die meisten Gäste haben mehr Interesse an Gesprächen als an dem Konzert. Schade, denn die Location hat wundervolles Potenzial für ein einfühlsames Konzert.

Trotzdem ist der Abend ein toller Beginn einer hoffentlich schönen Tour! Das Rittergut ist von Clubs nicht zu schlagen und so neu wie heute wird mir das Programm nicht mehr vorkommen. So machen wir uns nach einem wunderschönen Abend auf den Weg zu unserem Hotel, mit den Klängen des Abends im Ohr und in Erwartung auf den nächsten Tag.

May


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